In der letzten Woche gab es für einmal kaum News zu neuer VR-Hardware, dafür sorgten verschiedenste Anwendungen für Schlagzeilen. Virtual Reality ersetzt Tierversuche, klärt über die Folgen von Trunkenheit am Steuer auf oder ermöglicht Veteranen, Kriegsdenkmale zu besuchen.
Die Olympischen Spiele in Virtual Reality (techcrunch.com)
NBC und Samsung wollen von den Olympischen Sommerspielen in Rio rund 85 Stunden Video-Content erstellen und Besitzern einer Samsung GearVR über die NBC Mobile-App verfügbar machen. Die Übertragungen finden dabei zwar nicht live statt, sollen aber mit nur einem Tag Verzögerung erhältlich sein.
Virtual Reality ersetzt Tierversuche (suntimes.com)
In Zusammenarbeit mit der amerikanischen Tierschutzorganisation PETA entwickelt das Rush University Medical Center eine VR-Anwendung zum Training von 24 angehenden Chirurgen, welche bis anhin die gleiche Prozedur an Schweinen durchgeführt haben.
Diageo setzt auf Aufklärung in VR über Trunkenheit am Steuer (vrodo.de)
Der weltweit grösste Spirituosenhersteller Diageo (Johnnie Walker, Guinness, Smirnoff u.a.) setzt auf eine VR-Simulation für seine Aufklärungsarbeit zu den Gefahren von Alkohol am Steuer. Als Teil der Präventionskampagne werden 360°-Videos auf Facebook und YouTube eingesetzt, zudem wird an Event eine realistische Simulation angeboten.
NGO hilft Kriegsveteranen mit VR-Reisen zu 2. WK-Denkmälern (today.com)
Eine neu gegründete NGO namens Honor Everywhere hat ein Programm gestartet, welches immobile Kriegsveteranen mithilfe einer 360°-Videodokumentation zu Denkmälern des Zweiten Weltkriegs bringt. Die Gründerin Sarah Hill, deren Grossvater ebenfalls Kriegsveteran war, meint dazu: “So, what Honor Everywhere does is provides them a virtual tour of their memorial and they can feel like they’ve traveled even though they aren’t able to leave their hospital room or their private residence.”
HTC formt Investoren-Konsortium mit $10 Milliarden Kapital für VR-Innovationen (cnet.com)
Der südkoreanische Technologiekonzern HTC hat nach dem Verkaufsstart seines VR-Headsets Vive ein Konsortium von 28 Venture-Capital-Firmen zusammengeführt, welches sich Innovationen im VR-Bereich auf die Flagge geschrieben hat.
Neue Perspektive: Eine Krebszelle in VR begehen (isitvr.com)
Die New South Wales Universität in Australien hat unter der Leitung von John McGhee ein Projekt realisiert, welches einem Doktor oder Patienten erlaubt, sich mittels Virtual Reality in einer Brustkrebs-Zelle umzuschauen. Basierend auf hochauflösenden Elektronenmikroskop-Aufnahmen wurde ein 3D-Modell der Zelle erstellt. Der nächste Schritt sei es, MRI- und CT-Daten von Aorta-Verstopfungen so in VR-Anwendungen zu verwenden, um medizinische Prozesse den Patienten besser vermitteln zu können: «[…] if you could walk down your own aorta and see the arterial plaques, maybe it would improve your rehab and rate of recovery» meint dazu McGhee.
Neue VR-Brille von Zeiss mit Schweizer Tracking-Technologie (startupticker.ch)
Der deutsche Optik-Spezialist Zeiss hat für den August die VR-Brille “Zeiss One Plus” angekündigt, die sowohl mit Android- als auch mit iOS-Geräten funktioniert. In Zusammenarbeit mit dem Schweizer Startup Dacuda soll auch Positional Tracking möglich sein. Die Verortung des Users im Raum war bis jetzt nur mit der High-End-Brille HTC Vive möglich.