Diese Woche äusserten sich zwei berühmte Fürsprecher für Virtual Reality: Der Oscar-Preisträger Kevin Spacey bezeichnete die Technologie als “Game Changer” und der ehemalige Microsoft-Chef Robert Scoble sagte, dass VR “alles verändern” werde. Wie die Schlagzeilen dieser Woche zeigen, setzt insbesondere die Musikbranche schon im grossen Stil auf die neue Technologie.

Kann VR die Musikindustrie retten? (wired.com)

Zusammen mit der Game-Industrie ist die Musikbranche beim Thema Virtual Reality ganz vorne mit dabei. Diverse Musiker haben schon mit der Technologie experimentiert, um ihre Werke auf neuartige Weise erlebbar zu machen. Wired-Autor David Pierce schreibt in einem ausführlichen Artikel: “Regardless of genre or feel, all those projects have one thing in common: they don’t sing you a song so much as drop you into the middle of one.” Für Pierce hat VR sogar das Potenzial, die Musikindustrie zu retten: Statt Songs zu verkaufen (was in Zeiten von Spotify nicht mehr sehr einträglich ist) könnten Bands in Zukunft VR-Erlebnisse verkaufen.

Google produziert VR-Musikvideo zu “Bohemian Rhapsody” (roadtovr.com)

Eine Cardboard-App für Android (und bald auch iOS) lässt die User in die Gedankenwelt von Freddy Mercury eintauchen: Mit “The Bohemian Rhapsody Experience” hat Google in Zusammenarbeit mit Queen und dem VR-Studio Enosis ein VR-Musikvideo produziert, das zeigt, wie die Zukunft von Musikvideos aussehen könnte.

Für Kevin Spacey ist VR ein “Game Changer” (handelszeitung.ch)

An der Startup-Konferenz “Bits and Pretzels” in München sprach der Oscar-Preisträger Kevin Spacey über das Potenzial von Virtual Reality. Insbesondere im Ausbildungsbereich werde die Technologie einen grossen Impact haben. Spacey hat auch selbst schon Geld in ein VR-Startup investiert: “Woofbert VR” bietet virtuelle Touren durch Museen an.

Robert Scoble: “VR wird alles verändern” (huffingtonpost.com)

Dank dem technologischen Fortschritt sei VR endlich hier, sagt der ehemalige Microsoft-Chef Robert Scoble, der mittlerweile seine ganze Zeit für VR und AR einsetzt: “Now we have low cost, small size and more bandwidth. But most importantly we have social systems. Like Facebook. And that’s why VR, AR and mixed reality will not only stay but change everything.” Wir seien im vierten Stadium von User Interfaces in der Computer-Ära angekommen: Die erste Phase waren Textumgebungen wie in MS-DOS, die zweite waren grafische Interfaces wie in Windows, die dritte Smartphones, die wir durch Berührungen kontrollieren. Und die vierte Phase sei “spatial computing”, wo es fast kein Interface mehr gebe und deshalb alles viel intuitiver sei.

GE lässt fünfteilige VR-Serie über Erfinder produzieren (bloomberg.com)

“The Possible” ist eine Branded-Content-Serie, die den Betrachter in die Labors von Erfindern eintauchen lässt. “It is a bet on the future of where media is going,” sagt GE-Marketingchefin Linda Boff. “It is a way for us to, frankly, grow where we think audiences are increasingly going to be spending their time.”

Virtual Reality an den Cannes Lions 2016 (farner.ch)

Jeden Sommer findet in Cannes das wichtigste Kreativfestival des Jahres statt. Dieses Jahr wurde klar, dass VR im Marketing eine wichtige Rolle einnimmt. Dieser Blogpost stellt drei VR-Cases vor, welche dieses Jahr Löwen gewannen.

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