Bei zwei der grössten XR-Schlagzeilen der letzten Woche geht’s um kleine Lebewesen: In der Google-Suche werden neu auch Insekten als 3D-Modelle angezeigt – und der britische Rapper Tinie performt seinen neusten Hit in Augmented Reality. Und zwar – nomen est omen – im tiny-Format auf einem Whopper.
Lynx stellt neue AR-/VR-Brille vor
Das französische Unternehmen hat die Lynx-R1 Brille vorgestellt und auch die Spezifikationen bekannt gegeben. Die sehr schlanke Brille vereint VR- und AR-Funktionalitäten und setzt dabei auf den neuen Qualcomm Snapdragon XR2 Chip. Die Auflösung beträgt 1600×1600 Pixel pro Auge bei einem Sichtfeld von 90°, während verschiedene Kameras für das Tracking sowie die AR-Funktionalitäten zur Verfügung stehen. Mit einem Preis von ca. 1’500 US-Dollar zielt das Unternehmen eher auf den B2B-Markt. Die Brille soll in einer Entwicklerversion ab August verfügbar sein.
Kommt im September eine neue Oculus Quest?
Eine Serie von geleakten Bildern zeigt angeblich, wie die Nachfolgerin der VR-Brille Oculus Quest aussehen soll. Ein Tweet des Leakers «WalkingCat» lässt vermuten, dass das Gerät am 15. September vorgestellt werden könnte – wohl im Rahmen der Entwicklerkonferenz Oculus Connect. Während das Spekulation ist, gibt es auch handfeste News von Oculus: Im zweiten Quartal dieses Jahres sind die Verkäufe der Oculus Quest höher als diejenigen der Playstation VR, obwohl infolge der Corona-Pandemie Lieferengpässe entstanden. Die PSVR hat sich mittlerweile über 5 Millionen mal verkauft.
Rapper Tinie performt «Whoppa» auf einem Whopper
Nachdem Burger King im letzten Jahr mit der AR-Kampagne «Burn that Ad» auf sich aufmerksam gemacht hat, folgt nun eine neue awardverdächtige Augmented-Reality-Umsetzung. Während seit März die meisten Konzertlocations geschlossen sind, wird ein Burger zur Bühne: Der Rapper Tinie performt seinen Song «Whoppa» auf einem Whopper. Wer «the most intimate gig of the summer» sehen will, muss in einen britischen Burger King gehen, dort einen Whopper kaufen und den aufgedruckten QR-Code scannen.
Google bringt auch die Insektenwelt in AR
Nachdem Google in seiner Suche bereits Tiere und lebensgrosse Dinosaurier integriert hat, folgen nun die Insekten. Sucht man auf dem Smartphone nach einem Insekt, kann das lebensnahe 3D-Modell beispielsweise auf dem Bürotisch platziert werden – oder die virtuelle Kakerlake in die Küche. Eine Übersicht aller AR-Modelle findet sich hier.
Virtuelle Fans in US-Stadien
Um während den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie im TV dennoch volle Stadien zu zeigen, setzt FOX Sports auf Augmented Reality. Dazu werden tausende von virtuellen Fans mit korrekter Fanbekleidung in der Übertragung in Echtzeit auf die Ränge verteilt und animiert – selbst La-Ola-Wellen sind möglich. Der Sender setzt dabei auf die Technologie der Unreal Engine.
Startup will Gerüche in VR ermöglichen
Je mehr Sinne in der virtuellen Realität angesprochen werden, desto besser ist das Gefühl, tatsächlich vor Ort zu sein («Presence»). Visuelle und akustische Sinne werden bereits sehr gut angesprochen, an taktilen Elementen arbeiten vor allem Handschuh-Hersteller. Für den olfaktorischen Bereich bahnt sich ebenfalls eine Lösung an: das Startup OVR Technology möchte mit Cartridges mit 9 «Grunddüften» Millionen von Geruchskombinationen ermöglichen. Eine Meditations-App in einem Lavendel-Feld stellen wir uns angenehm vor, einen Zombie-Shooter in einer Kanalisation weniger.
Oculus unterstützt den OpenXR-Standard
OpenXR ist eine Schnittstelle, die es Entwicklern erlaubt, VR-Experiences nur einmal zu entwickeln und für verschiedene Systeme umzusetzen. Die Version 19 der Oculus-Software soll die Unterstützung beinhalten.
Konzept-Video zu Apples AR-Brille
Der Designer Iskander Utebayev hat ein Konzept-Video erstellt, wie die kommende AR-Brille von Apple aussehen könnte, inklusive einem Einblick in die AR-Funktionen. Wie nahe seine Vision an der Realität ist, wird sich wohl erst im Jahr 2022 zeigen – dann nämlich soll die AR-Brille von Apple auf den Markt kommen.
PwC-Studie: VR-Training für Soft Skills sehr erfolgsversprechend
In einer neuen Studie untersuchte PwC die Effizienz von VR-Trainings im Bereich der Soft Skills. Dazu absolvierten Manager in den USA jeweils ein Training nach verschiedenen Methoden: Klassenzimmer, E-Learning und VR-Training. Im Vergleich zu den anderen Methoden erwies sich VR als sehr effizient: so waren die Teilnehmer nicht nur fokussierter und schneller, sondern hatten eine emotionale Verbindung zum Inhalt und fühlten sich viel selbstsicherer, das Gelernte auch anzuwenden: