Während gewisse Verschwörungstheoretiker in 5G die Ursache der Corona-Pandemie vermuten, sehen VR- und AR-Spezialisten in der Technologie in erster Linie ein grosses Potential, um die Technologie auf das nächste Level zu bringen. Die erste VR-Brille wurde diese Woche vorgestellt – und bald sollen weitere folgen.
XRSpace kündigt VR-Brille mit 5G-Unterstützung an
Mit der neuen VR-Brille «Mova» will der ehemalige HTC-Chef Peter Chou der Oculus Quest Konkurrenz machen: Das Gerät setzt hauptsächlich auf Handtracking für die Bedienung und soll leichter und leistungsstärker sein als die Quest. Es soll zudem die erste VR-Brille mit 5G-Unterstützung werden. Wann die 5G-Variante auf den Markt kommt ist noch nicht klar, die günstigeren Varianten mit Wifi und 4G sollen zwischen Juli und September lanciert werden. Zusätzlich zur Brille hat XRSpace auch eine Social-VR-App namens «Manova» entwickelt.
Qualcomm unterstützt die Entwicklung von «XR Viewers»
Neben XRSpace will auch Qualcomm möglichst bald VR- und AR-Brillen mit 5G-Unterstützung auf den Markt bringen. Der Chiphersteller ist dafür Partnerschaften mit diversen Hardware- und Telekomfirmen eingegangen und setzt auf sogenannte «XR Viewers». Das sind schlanke VR- und AR-Headsets, die mit einem 5G-Smartphone verbunden sind. Die ersten Geräte sollen noch 2020 auf den Markt kommen.
HSLU lanciert den Studiengang «Digital Construction»
An einer virtuellen Medienkonferenz gab die Hochschule Luzern die Lancierung eines neuen Studiengangs bekannt: Die «Digital Construction»-Studierenden sollen lernen, BIM-Modelle zu erstellen, und behandeln Technologien wie parametrisches Design, Internet der Dinge oder Virtual und Augmented Reality. Die Fachhochschule Nordwestschweiz geht in eine ähnliche Richtung und plant ab Herbst 2021 einen neuen Masterstudiengang «Virtual Design and Construction».
Magic Leap erhält frisches Geld
Nachdem die Magic Leap One weniger erfolgreich war als kalkuliert, musste Magic Leap kürzlich einen Teil seiner Belegschaft entlassen. Dank einer neuen Finanzspritze sind die Liquiditätsprobleme aber vorläufig wieder vom Tisch – dank neuen Investorengeldern im Umfang von 350 Millionen Dollar. Das Geld wird in die Entwicklung der Magic Leap Two investiert, die 2021 erscheinen und sich in erster Linie an den Enterprise-Markt richten soll.
Londoner Spitäler experimentieren mit der HoloLens 2
Um während der Corona-Pandemie die Ansteckungsgefahr des Klinikpersonals zu reduzieren, setzen verschiedene Londoner Krankenhäuser auf Augmented Reality: Pfleger und Ärzte gehen mit der HoloLens 2 auf dem Kopf im Alleingang auf Visite – und Rest des Teams schaut dem Patientenbesuch aus einem Corona-isolierten Kommandoraum per Video zu und nimmt via Remote Assist Einfluss. Während einer vierwöchigen Testphase kamen so 80 Prozent weniger Ärzte unmittelbar mit Covid-19 in Kontakt. Ausserdem wurden pro Woche circa 700 Artikel Schutzkleidung eingespart.