Bis jetzt war von Apple zu den Themen Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) nichts zu hören, abgesehen von Gerüchten in den Medien. Das hat sich am Montag schlagartig geändert: An der Keynote der Entwicklerkonferenz WWDC machte der iPhone-Hersteller eine ganze Reihe von Ankündigungen zu Virtual und Augmented Reality.
Apple bringt mit «ARKit» Augmented Reality auf iPhones und iPads (theverge.com)
Die neuste Version des Mobile-Betriebssystems iOS wird auch über AR-Funktionalitäten verfügen. Ab sofort können sich Entwickler das «ARKit» herunterladen, mit dem Augmented-Reality-Apps für iPhones und iPads entwickelt werden können. Apple zeigte an der Keynote eine beeindruckende Demo und kündigte das ARKit als die grösste Plattform der Welt an – denn die Technologie funktioniert auf allen iOS-Geräten mit dem Chip A8 oder A9. Bei den iPhones werden damit das iPhone 6S, das iPhone SE und das iPhone 7 AR-fähig.
Apple stellt VR-fähige Computer vor (roadtovr.com)
Ebenfalls an der WWDC-Keynote kündigte Apple seine ersten Computer für Virtual-Reality-Anwendungen vor: Einerseits wird der 27-Zoll iMac dank einer neuen Grafikkarte VR-fähig und mit dem iMac Pro wurde eine neue High-End-Maschine vorgestellt. Andererseits wird es für Macbooks bald eine externe Grafikkarte geben, die auch Laptops VR-fähig macht. Zudem wurde angekündigt, dass SteamVR bald auf den Mac kommt und auch Unity und Unreal die VR-Entwicklung auf dem Mac unterstützen werden.
Walmart schult jährlich 150’000 Mitarbeiter in Virtual Reality (vrodo.de)
In den firmeneigenen Trainingszentren erlernen die Angestellten der US-Einzelhandelskette ab 2018 in VR Kundenservice und Management. Bei den Lerninhalten handelt es sich um interaktive 360-Grad-Videos, welche Mitarbeitende mit schwierigen Situationen konfrontieren. Der Lernende muss sich darin für ein Vorgehen entscheiden und lernt darauf die Folgen davon kennen.
Firefox ab August mit WebVR (vrodo.de)
Wer eine Oculus Rift oder eine HTC Vive besitzt, kann damit ab August VR-Inhalte direkt im Browser anschauen – ohne Herunterladen von Apps. Die Technologie dahinter nennt sich WebVR und wird ab August standardmässig Teil des Browsers Firefox. Der Chrome-Browser von Google unterstützt WebVR seit Februar.
Microsoft stellt VR-Headsets von ASUS und Dell vor (uploadvr.com)
Microsoft setzt bei den neuen Headsets auf Drittanbieter und hat nun die ersten Modelle von ASUS und Dell vorgestellt. Beide VR-Brillen brauchen keine externen Sensoren für das Tracking und sind auch leichter als die HTC Vive oder die Oculus Rift. Die exakten Spezifikationen der Brillen sind noch nicht bekannt, aber optisch machen die Brillen bereits was her:
SteamVR kommt für grosse Hallen (vrodo.de)
DIe HTC Vive setzt beim Raumtracking auf das «Lighthouse»-System, um Bewegungen im Raum zu erfassen. Bisher war die mit Sensoren abgedeckte Fläche auf ca. 20 Quadratmeter beschränkt. Mit der neuen Version des Systems, welches Ende Jahr auf den Markt kommt, sollen Sensoren in Serie geschalten und so beispielsweise ganze Lagerhallen abgedeckt werden. Mit der aktuellen HTC Vive wird man dieses System jedoch nicht nutzen können, mit neueren Modellen jedoch schon.
Dank VR dem Rauchen abschwören (metro.co.uk)
Das amerikanische Startup Mindcotine arbeitet an einer VR-App, welche das Aufgeben des Rauchens einfacher machen soll. Inhaltlich basiert die App auf meditativen Ansätzen und Achtsamkeit. In einer simulierten Umgebung wird einem zudem das Gefühl vermittelt, zu rauchen – ohne dabei wirklich die Schadstoffe einzuatmen.