In Los Angeles findet diese Tage mit der Electronic Entertainment Expo (E3) die weltgrösste Messe für Videospiele statt. Die Messe gilt auch immer als Gradmesser für Virtual Reality – und dazu gibt es spannende Zahlen. Im Vergleich mit der letztjährigen E3 hat sich die Anzahl Aussteller im VR-Bereich um 138% vergrössert. Zudem haben 63% der Besucher bereits Erfahrungen mit VR und über 90% der Besitzer von VR-Hardware ist zufrieden mit der Technologie. 1 von 3 Gamern möchte im nächsten Jahr zudem ein VR-System anschaffen.
Die grössten Publisher stellten dann auch Blockbuster-Titel für die VR Systeme vor. Bethesda zeigte Doom VR, Fallout 4 VR und Skyrim VR (für die PSVR), Ubisoft überraschte mit einem VR-Titel namens Transference, welcher VR-Games und -Filme verschmelzen möchte. Intel kündigte in Zusammenarbeit mit EA eine eSports-Liga namens “The VR Challenger League” vor, SONY zeigte sechs VR-Titel und sogar Nintendo kündigte an, Mario Kart als VR-Variante in Arcades zu bringen.
GoPro stellt neue VR-Kamera vor (engadget.com)
Bereits im April hat GoPro eine neue Kamera namens “Fusion” angekündigt, welche auch 360°-Videos aufzeichnet. Nun hat GoPro während den von ihnen gesponserten Mountain Games die Kamera vorgestellt. Diese besteht aus zwei Weitwinkel-Linsen und nimmt so 360°-Videos (und Fotos) in 5.2K Auflösung auf. Normale Videos oder Bilder lassen sich aus den 360°-Aufnahmen extrahieren – somit entfällt auch das Ausrichten der Kamera beim Filmen. Preis und Veröffentlichungstermin sind noch nicht bekannt.
Bringt Snap Inc. AR-Funktionen auf die Spectacles? (techcrunch.com)
Während Snap Inc. den Verkauf seiner Spectacles-Brillen in Europa begonnen hat, arbeiten sie bereits an der nächsten Version. Diese sollen Berichten zufolge «grössere Änderungen» erfahren. Basierend auf Patent-Anträgen wird vermutet, dass die neue Version mit AR-Funktionen kommt. Mit «World Lenses» wurden kürzlich bereits AR-Tools für Snapchat veröffentlicht.
Mario Kart goes VR (businessinsider.com)
Gute Neuigkeiten für Fans des Nintendo-Klassikers Mario Kart – zumindest für jene aus Japan: Bandai Namco wird im Juli in Tokio ein VR-Arcade eröffnen, in dem unter anderem eine Virtual-Reality-Version von Mario Kart gespielt werden kann. Im Gegensatz zur klassischen Version erleben die Spieler dabei aus der Ego-Perspektive.
4 VR-Projekte auf der Cannes Innovation Lions Shortlist (adweek.com)
Am wichtigsten Werbe- und Kommunikationsfestival der Welt werden seit einigen Jahren auch Löwen für besonders innovativen Technologien vergeben. Dieses Jahr wurden 35 Projekte nominiert, vier davon aus dem Bereich Virtual Reality: die Google-Apps Tilt Brush und Google Earth VR, das Projekt “Fall in Love in VR” von Oculus (Casefilme im oben verlinkten Artikel) und die VR-Experience “Enter Sandbox” von Audi.
EA eröffnet Abteilung für VR-Forschung (vrodo.de)
Der Spiele-Publisher Electronic Arts hat an der E3 mitgeteilt, dass eine neue Abteilung namens «Seed» aufgebaut hat, welche sich unter anderem mit VR- und AR-Technologien auseinandersetzt.
Linkin Park VR Destination: der Band in VR begegnen (vrfocus.com)
In Zusammenarbeit mit Intel und Spatialand bringt die Nu-Metal-Band Linkin Park eine interaktive VR-Experience namens Linkin Park VR Destination. In der App haben die Fans nicht nur die Möglichkeit, exklusive 360°-Inhalte zu erleben, sondern auch Tourdaten zu erfahren und Merchandise zu kaufen. Fans können in der im Juli erscheinenden VR-App ausserdem chatten und Inhalte teilen.
BlickVR: Ringier zieht positive Bilanz (persoenlich.com)
Im letzten Herbst lancierte die Schweizer Boulevardzeitung Blick eine VR-App. In einem Interview mit persoenlich.com zeigt sich Ringier-Videoleiter Sebastian Pfotenhauer zufrieden mit der Entwicklung der VR-Strategie. Insgesamt wurden die 360°-Videos rund 30 Millionen mal angeschaut. Der wichtigste Kanal sei dabei aber nicht das Smartphone mit der BlickVR-App, sondern der Desktop. Den Erfolg erklärt den Pfotenhauer mit der Möglichkeit, journalistische Inhalte zu erleben wie nie zuvor: «Man ist durch die 360-Grad-Perspektive tatsächlich vor Ort, kann sich selbst ein eigenes Bild machen und sieht das, was sonst nur Journalisten sehen. Dies erlaubt eine intensive und emotionale Auseinandersetzung mit dem Inhalt.»