«Die Leute können sich auf gefahrlose Art und Weise mit einer Risikosituation auseinandersetzen», sagt Corinne Decurtins von der Suva über das Projekt «Virtual-Reality-Velo», das wir in Zusammenarbeit mit der Suva und der Stadt Zürich im Verkehrshaus der Schweiz umgesetzt haben. Im Interview schildert die Kampagnenleiterin Velo/Bewegung und Laufsport die Hintergründe zum Projekt.

 

Warum habt ihr auf Virtual Reality gesetzt?

Die Suva setzt auf neue Technologien wie Virtual Reality, um die Präventionsarbeit erlebbar zu machen. Ausserdem erzielen diese neuen Technologien eine hohe Aufmerksamkeit, was für die Kampagnenarbeit ein wichtiger Faktor ist. Die Suva hat 2018 eine neue Velokampagne zum Thema «vorausschauend Fahren im Strassenverkehr» lanciert. Denn, gemäss UVG-Statistik passieren jährlich über 19’000 Velounfälle auf Schweizer Strassen. Die 360°-Filme der Dienstabteilung Verkehr der Stadt Zürich eignen sich hervorragend, um die Leute für das vorausschauende Fahren zu sensibilisieren. So kam die Zusammenarbeit zustande.

Wo siehst du den grössten Nutzen von Virtual Reality in der Prävention?

Mit Virtual Reality können wir unser Präventionsangebot stärken. Fokussiert wird dabei auf den Menschen und sein Verhalten. Die Leute können sich auf gefahrlose Art und Weise mit einer Risikosituation auseinandersetzen. Das gewünschte Verhalten wird aufgezeigt und trainiert. Dank der 360°-Optik werden wertvolle Erkenntnisse gemacht, die später im Alltag umgesetzt werden können.

Was waren die grössten Herausforderungen bei der Umsetzung?

Die grösste Herausforderung lag in der Bedienbarkeit der VR-Brillen. Unsere Kunden können das Präventionsmodul mit den VR-Brillen bei uns bestellen und dann selbstständig bei sich im Betrieb einsetzen. Dafür muss die Handhabung möglichst einfach und verständlich sein. Bandara hat hierfür eine eigens entwickelte Software verwendet, die genau diese Anforderung erfüllt. Die aktuelle Herausforderung ist die Umsetzung im Verkehrshaus der Schweiz. Seit April 2019 steht die Besucherattraktion «Virtual-Reality-Velo». Wir möchten im nächsten Jahr eine unbetreute Themeninsel anbieten und sind an der Erarbeitung einer Art «Panzerlösung», damit die Brillen nicht beschädigt werden.

Was hast du aus diesen Projekten gelernt?

Die Projekte haben mir wieder einmal gezeigt, dass es entscheidend ist, mit den richtigen Leuten zusammen zu arbeiten. In nur drei Monaten haben Bandara, die Dienstabteilung Verkehr der Stadt Zürich, das Verkehrshaus der Schweiz und die Suva eine Ausstellung auf die Beine gestellt. Das Projekt hat unglaublich viel Spass gemacht. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit.

Was habt ihr mit Virtual Reality bisher erreicht?

Unser Hauptziel war es, die Leute für das vorausschauende Velofahren zu sensibilisieren und eine breite Masse zu erreichen. Das Präventionsmodul war monatelang ausgebucht und die 10’000er Besuchermarke im Verkehrshaus wurde kürzlich überschritten. Wir können sehr zufrieden sein.

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