Die spannendsten Metaverse-News der Woche kommen aus Südkorea: Einerseits von der Regierung, welche fast 200 Millionen Dollar investieren will, und andererseits von Samsung, das anscheinend ein Metaverse-Gerät lancieren will – und damit den Wiedereinstieg in den XR-Markt plant.
Auch in der Schweiz gibt’s Metaverse-News: Am 9. März führen wir von Bandara ein Webinar durch. Wir beantworten die Frage, was das Metaverse ist und wie Unternehmen Teil der virtuellen Welt werden können. Hier geht’s zur Anmeldung.
Südkorea investiert fast 200 Millionen US-Dollar ins Metaverse
Um das nationale Wachstum von Unternehmen im Metaverse zu fördern, tätigt die südkoreanische Regierung ein Investment von 223.7 Milliarden Koreanische Wons (ca. 187 Millionen US-Dollar) und lässt sich wie folgt zitieren: «The Ministry of Science and ICT through the ‘Expanded Virtual World New Industry Leading Strategy’ aims to create a sustainable and expanded virtual world ecosystem based on public-private partnerships. Focus also on inter-company collaboration, technology development, and regulatory innovation so that domestic companies can compete with global companies.»
Samsung bestätigt Metaverse-Gerät
Der südkoreanische Konzern plant nach Aussagen des CEOs den Wiedereinstieg in den XR-Bereich. Nachdem schon länger keine AR- oder VR-Hardware mehr angekündigt wurde, wird am Mobile World Congress 2022 (welcher heute beginnt) ein «Metaverse-Gerät» vorgestellt. Es wird sich zeigen, ob es sich um Screen-Technologie oder eine Brille handelt.
Viverse: HTC zeigt eigene Metaverse-Vision
Am World Mobile Congress stellt HTC verschiedene neue Produkte vor, aber auch ihre eigene Vision des Metaverse namens «Viverse». Die HTC-Chefin Cher Wang beschreibt im Video ihre Vorstellung eines offenen und sicheren Metaverse:
Unity Metacast: Sport in 3D erleben
Das bekannte Motto eines Sportsenders «Mittendrin statt nur dabei» könnte bald Realität werden. Unity hat am MWC mit Metacast ein System vorgestellt, welches volumetrisch hergestellte Videos nutzen lässt, um beispielsweise in einem UFC-Kampf auch die Sicht eines Protagonisten einzunehmen:
Naturhistorisches Museum zeigt AR-Mammuts
Das «Natural History Museum of Los Angeles County» hat dreizehn ausgestorbene Tiere mittels AR wieder zum Leben erweckt. Mit Filtern für Snapchat und Instagram können die wissenschaftlich akkurat modellierten Tiere zuhause betrachtet werden – oder später im Metaverse wie Co-Autor Dr. William Swartout ausführt: «The innovation of this approach is that it allows us to create scientifically accurate artwork for the metaverse without overcommitting to details where we still lack good fossil evidence.»
Stellt Apple am 8. März seine XR-Brille vor?
Nicht zum ersten Mal schliessen verschiedene Beobachter aus Teasern daraus, dass Apple am 8. März seine XR-Brille vorstellen könnte. Hintergrund ist dieses Mal ein Tweet des globalen Marketingchefs von Apple, Greg Joswiak, in welchem man das Wort «Peek» und ein semi-transparentes Logo als Indikator für eine AR-Vorstellung interpretieren kann. Es kann allerdings genau so gut auch sein, dass Apple nächste Woche neue iPhones, iPads oder Macs vorstellt.
Qualcomm und ByteDance arbeiten enger zusammen
Der Chiphersteller Qualcomm kooperiert mit ByteDance, der Firma hinter Tiktok und dem VR-Hardware-Hersteller Pico Interactive. Ziel sei es, ein neues XR-Device, aber auch ein komplettes Ökosystem zu entwickeln, wie der CEO von ByteDance sagt: «We are excited about the fact that we will be working together on hardware, software, and technology roadmaps to enable the ecosystem for Pico. We look forward to our future Pico devices that are powered by the Snapdragon Spaces XR developer platform.»
Varjo: Küche in Mixed Reality
Das finnische Unternehmen zeigt in einer überzeugenden Demo, wie echt virtuelle Möbel oder Einrichtungen wie z.B. eine Küche dargestellt und betrachtet werden können. Der Vorteil gegenüber dem physischen Besuch vor Ort: Man kann sofort verschiedene Farben und Kombinationen ausprobieren und findet so schnell seine Traumküche.
Ultraleap: Haptik im Metaverse
Das englische Unternehmen arbeitet an einer wichtigen Komponente des Shoppings: der Haptik. Um die Brücke vom physischen Einkaufen mit dem e-Commerce zu schlagen, entwickelt das Unternehmen einen auf Ultraschall basierendes Gerät, welches auch feine Strukturen erfühlen lässt. Während man seine Hände über einem Tablet-ähnlichen Gerät hält, simuliert diese Technologie die Haptik des dargestellten Gegenstands.