Gemäss einer Studie des Bitkom-Digitalverbandes hat fast jeder zehnte Deutsche schon Virtual Reality getestet. Die Beliebtheit der neuen Technologie bringt auch die Internet-Giganten Ebay und Alibaba auf den Plan. So entstehen virtuelle Stores und auch im Business-To-Business Umfeld werden fleissig neue VR-Anwendungen entwickelt.
Die aktuellen News auf der Technolgieseite zeigen, dass die Immersion in VR weiter zunehmen wird: Dabei spielen Eye-Tracking wie die Lösung des Silicon-Valley-Startups Eyefluence und haptisches Feedback (woran Oculus forscht) eine zentrale Rolle.
Augmented-Reality-Spiel hilft Nintendo aus der Krise (faz.net)
Der japanische Spiele- und Hardwarehersteller Nintendo hat mit der Lancierung seines Augmented-Reality-Spiels “Pokemon Go” einen Hit gelandet. Das Spiel konnte seit dem Launch in den USA und Australien so grosse Erfolge feiern, dass die Aktien von Nintendo in den vergangenen sieben Tagen um rund 50 Prozent zulegen konnten. Andere Gründe der Aufwertung waren die besseren US-Wirtschaftsdaten und Ministerpräsident Shinzo Abes Wahlsieg.
Musizieren mit der HTC Vive (uploadvr.com)
“SoundStage” ermöglicht Musikern, in der virtuellen Realität zu musizieren. Die VR-App soll nicht nur Spass bereiten, sondern richtet sich auch an professionelle Musiker, die damit zum Beispiel Drums in einem virtuellen Raum anordnen und mit den VR-Controllern darauf rumhämmern können.
Chinesischer Internet-Gigant baut einen virtuellen Store (internetworld.de)
Alibaba baut einen virtuellen Showroom, in dem mittels VR-Brille oder VR-Helm eingekauft werden kann. Der Launch-Termin ist auf Ende Jahr angesetzt. Mittels Controller kann sich der potentielle Käufer im virtuellen Laden bewegen, nach Produkten fragen, Produkte rotieren lassen oder auch anhand eines Models die Produkte ausprobieren und selbstverständlich den Kauf-Button betätigen. Auch Ebay Australien hat zusammen mit einer Warenhauskette vor wenigen Wochen ein virtuelles Kaufhaus gelauncht. Dort können bereits 12’500 Produkte virtuell erlebt und eingekauft werden.
Oculus forscht an haptischem Feedback (technologyreview.com)
Um die Immersion – also das Gefühl in der virtuellen Welt präsent zu sein – zu verbessern, braucht es nicht nur gute Auflösungen auf Headsets und 3D-Audio, sondern auch haptisches Feedback. Daran arbeitet Oculus in einem Projekt, welches mit einer Metallplatte und Elektromagneten einer Hand das Gefühl vermitteln kann, Gegenstände zu spüren.
VR simuliert Migräne (econsultancy.com)
GlaxoSmithKline, Hersteller der Migräne-Medizin Excedrin, hat einen Migräne-Simulator entwickelt, der die Angehörigen von Migräne-Patienten die Krankheit am eigenen Leib erleben lässt. Die Software wurden zunächst für Oculus-Brillen entwickelt, seit kurzem ist sie aber auch als Smartphone-App erhältlich, die mit Cardboards genutzt werden kann.
9% aller Deutschen hat VR probiert (vrodo.de)
Gemäss einer Umfrage des Bitkom-Digitalverbandes haben 59% der Befragten den Begriff “Virtual Reality” schon gehört. 2015 waren es noch 42%. Fast ein Zehntel (9%) hatte schon mal eine VR-Brille auf und fast jeder Dritte (31%) möchte die Technologie in Zukunft nutzen, wobei Games bei den Interessen dominieren.
Siemens möchte mit VR und AR die Produktion revolutionieren (xconomy.com)
Der Grosskonzern setzt bereits seit längerem auf “virtuelle Umgebungen” zur Verbesserung der Produktionsprozesse. Nun sucht Siemens im Rahmen seines “Frontier”-Programms Startups im VR- und AR-Bereich, indem sie diesen Zugang zu Software geben, welche den Prozess vom Konzept über das Prototyping zum Testen abdeckt. Damit liegt Siemens voll im Trend – PriceWaterhouseCooper veröffentlichte kürzlich eine Umfrage, wonach 90% von 100 befragten Industriekonzernen angaben, dass ihrer Meinung nach mehr als die Hälfte Unternehmen in diesem Bereich VR- und AR-Anwendungen in den nächsten Jahren einsetzen werden.
Eye-Tracking in der nächsten Generation der VR-Brillen? (vrodo.de)
Das Silicon-Valley-Startup Eyefluence (mit Investoren wie Intel und Motorola) befindet sich laut eigenen Angaben in Gesprächen mit grossen VR-Brillen-Herstellern. Die Eyefluence-Technologie erkennt neben der Bewegung der Pupille auch die Weitung und erlaubt dadurch Rückschlüsse auf die Emotionen des Trägers. Zudem kann damit das natürliche Sehen viel echter simuliert werden, die Performance lässt sich erhöhen und es entstehen neue Möglichkeiten fürs Marketing.
Google Streetview dank Schafen auf den Färöer Inseln (theguardian.com)
Auf den Färöer Inseln gibt es noch kein Google Streetview. Nun haben sich die Bewohner mit dem Projekt Sheep View 360 selber geholfen. Mithilfe von Schafen, die mit 360°-Kameras und GPS-Sensoren ausgestattet sind, erstellen sie ihre eigenen Panorama-Ansichten auf der Insel.