Die grössten VR-News der letzten Woche kamen von der Facebook-Tochter Oculus: Im Rahmen der Entwicklerkonferenz “Oculus Connect 3” kündigte das Unternehmen verschiedene Produkte und Services an. Die wichtigsten drei Neuigkeiten:
- Oculus arbeitet an einem Standalone-Headset
Facebook-Chef Mark Zuckerberg sieht zwischen PC-gespiesenen High-End-Headsets wie der Oculus Rift und Mobile-VR-Geräten wie der Gear VR Platz für eine weitere Kategorie: VR-Brillen mit Positional Tracking, bei denen die ganze Technik in der Brille verbaut ist. - Oculus Touch kommt im Dezember
Ein grosser Wettbewerbsnachteil der Oculus Rift gegenüber der HTC Vive sind die fehlenden Hand-Controller. Am 6. Dezember kommen die Oculus-Touch-Controller nun endlich auf den Markt. Preis: 199 US-Dollar. Inbegriffen ist ein zweiter Kamerasensor für das Tracking. Für weitere 79 Dollar gibt’s einen weiteren Sensor, der “Room-Scale VR” à la Vive ermöglichen soll. - Facebook zeigt Social VR
In einer Live-Demo auf der Bühne präsentierte Mark Zuckerberg die Social-VR-Technologie (siehe Video), an der Facebook arbeitet. Dank Avatars, die Emotionen anzeigen, sind soziale Interaktionen möglich. Man kann sich mit Freunden unterhalten und zum Beispiel sogar Fechtkämpfe austragen.
Und nun zu weiteren VR-Schlagzeilen der letzten Woche:
Schweizer VR-Startups spannen zusammen (startupticker.ch)
Das EPFL-Spinoff MindMaze und das Zürcher Startup Dacuda machen gemeinsame Sache, um Virtual Reality zu demokratisieren: Die Technologie “MMI” soll einerseits Room-Scale-Tracking für Mobile-VR ermöglichen und andererseits Emotionen und Bewegungen messen und so Social-VR-Interaktionen ermöglichen.
Simpsons-Jubiläumsfolge mit VR-Experience (vrscout.com)
Der bekannte “Couch Gag” der Simpsons wird sich bei der 600. Folge der beliebten Serie um Virtual Reality drehen. Zudem haben die Produzenten der Show gemeinsam mit Google eine dreiminütige VR-Experience für iOS und Android entwickelt. Die Sendung wird am Sonntag 16. Oktober ausgestrahlt.
Erstes IMAX VR-Center eröffnet dieses Jahr (vrfocus.com)
IMAX arbeitet mit Acer und Starbreeze AB an einem Highend VR-Gerät namens StarVR. Nun soll bereits Ende 2016 in Manchester das erste Center seine Pforten öffnen, in welchem man auf diesen Geräten 5 bis 15-minütige VR-Inhalte erleben kann. Der CEO der Partnerfirma ODEON & UCI Cinemas Group dazu: “We’re always looking for new ways to give our guests an even more immersive experience, so are very excited to be hosting Europe’s first IMAX VR centre at ODEON Printworks”.
CommBank nutzt VR für ein Finanzlernprogramm (finextra.com)
Die “Commonwealth Bank of Australia” betreibt seit 2007 ein Programm, welches Jugendliche im Umgang mit Geld schulen soll. In einem aktuellen Pilotprojekt setzt die Bank auf die VR-Technologie.
Surfen lernen mit einem 360°-Video (virtualrealityreporter.com)
Der Surfprofi Kyle Thiermann führt im 360°-Video den Zuschauer an den schwierig zu erlernenden Surf-Sport heran. Dank Rundumsicht können die Surfschüler die Wellen förmlich spüren.
Oculus: Browser für Virtual Reality (vrodo.de)
Während der Entwicklermesse “Oculus Connect 3” haben Facebook und Oculus einen eigenen Internetbrowser für Oculus-Geräte names “Carmel” angekündigt. Zusätzlich wurde bekannt, dass Facebook und Tochter Oculus VR auf den WebVR-Standard setzen. Dieser wurde ursprünglich hauptsächlich durch Mozilla und Konkurrent Google promotet.
Wo steht Virtual Reality in fünf Jahren? (heise.de)
Zum Abschluss der Keynote an der Oculus Connect 3 referierte der Oculus-Chefwissenschaftler Michael Abrash über die Zukunft der VR-Technologie. “In fünf Jahren wird die VR-Technik von heute prähistorisch anmuten”, sagte er zu Beginn. Die Auflösung von VR-Brillen werde auf 4Kx4K ansteigen, das Blickfeld werde sich von 90 auf 140 Grad erweitern und die Pixeldichte von 15 auf 30 Pixel pro Grad ansteigen. Zudem werde die jetzt noch fixierte Tiefenschärfe variabel sein.