In der aktuellen Woche wurde deutlich, wie das Thema Virtual Reality (VR) auch hierzulande angekommen ist: So veranstaltet das Traditionsmedienhaus NZZ anfangs November die “Virtual Reality Hackdays”. Und auch die News- und Informationsplatform swissinfo.ch publiziert ein eindrückliches 360°-Erlebnis vom weltweit bekannten Matterhorn. Zudem zeigen Schätzungen der Grossbank Credit Suisse, dass 2016 bereits Millionen von Virtual-Reality-Brillen durch die Facebook-Tocher Oculus verkauft werden.

Aber auch Google und AMD haben für Virtual-Reality-News gesorgt: Google bringt Streetview auf die hauseigene Cardboard-Brille und AMD setzt auf der Hardware-Seite entsprechende Schwerpunkte.

Google’s Streetview jetzt mit Cardboard-Unterstützung (bbc.com)

Wie angekündigt hat Google seine beliebte Streetview-App mit einer Unterstützung für das Cardboard veröffentlicht. Der User kann nicht nur die vorgegebenen Rundum-Ansichten in 360° betrachten, sondern aus der App heraus selber Panorama-Fotos erstellen und einbetten. Es werden Android und iOS unterstützt. Obwohl die 360°-Panoramas nicht in stereoskopischem 3D dargestellt werden, ist es ein weiterer Schritt seitens Google um VR voranzutreiben.

Das Matterhorn in einer VR-Führung erleben (swissinfo.ch)

Eines der berühmtesten Berge der Schweiz (und Europas) kann seit neuestem in einer Virtual-Reality-Führung ohne kalte Füsse erlebt werden. Die Führung kann im Browser, mittels Google Cardboard oder der Oculus Rift betrachtet werden. Nebst atemberaubenden 360°-Panoramas erfährt man im Museum einiges zur Geschichte des markanten Bergs.

Wie Virtual Reality die Forschung verändern kann (technical.ly)

Die University of Maryland in den USA hat mit Unterstützung der National Science Foundation eine VR-Umgebung für die Forschung entwickelt. In einem Raum sind 180° mit LED-Bildschirmen ausgestattet, mit einer Datenbrille können zusätzliche Informationen eingeblendet werden. Ein Ziel ist die Darstellung von Umgebungen, die ansonsten zu gefährlich für Forscher sind (Beispiele wären aktive Vulkane oder zerstörte Atomreaktoren).

Grosse Hoffnung setzen die Forscher auch in die Datenvisualisierung und den damit verbundenen, einfacheren Austausch: “You bring it into an environment where it becomes a visual environment, it almost becomes a translator across disciplines,” meinen die Verantwortlichen.

VR-Kampagne gegen den Klimawandel (fastcocreate.com)

Der Oscar-Gewinner Jared Leto führt durch eine Kurzdokumentation, welche den Betrachter in die Arktis führt. Mit dem 360°-Video kann man sich selbst ein Bild machen, wie stark die Auswüchse des Klimawandels sind. Molly Swenson, COO der Produktionsfirma RYOT dazu: “When you’re standing in the middle of a glacial ice cave, watching and hearing it melt rapidly from the inside out, you not only understand that climate change is real, but you feel compelled to do everything you can to halt and reverse it.”

AMD: “VR wird jeden Aspekt unseres Lebens verändern” (vrfocus.com)

Der Chiphersteller AMD setzt voll auf Virtual Reality und hat vor kurzem beispielsweise die Technologie “LiquidVR” lanciert. Sasa Marinkovic, Head of VR Marketing bei AMD, sagt: “Virtual reality is going to be a really disruptive and transformative technology, changing every aspect of our lives – all the experiences you can imagine are going to be completely transformed. When you look at gaming or video or real estate or travel, they are all very much going to be changed – no longer will you be only a spectator, you will actually be part of the action.”

NZZ veranstaltet Virtual Reality Hackdays (persoenlich.com)

Das Medienhaus veranstaltet zusammen mit Google die ersten Hackdays zum Thema “Storytelling mit Google Cardboards”. Vom 6. bis 8. November haben Interessierte 48 Stunden Zeit, in Teams App-Prototypen zu entwickeln. Google wird ebenfalls mit Mitarbeitenden vor Ort vertreten sein. Die Anmeldung ist noch bis zum 5. November möglich unter hackdays.nzz.ch.

Credit Suisse erwartet 5 Millionen verkaufte Oculus Rifts im 2016 (barrons.com)

In einer aktuellen Analyse erwartet die Credit Suisse 5 Millionen verkaufte Einheiten der zu Facebook gehörenden Oculus Rift VR-Brille im Jahr 2016. Es wird dabei weiter erwartet, dass Facebook mit dem Verkauf des HMD für rund $350.- mit jedem Verkauf Verluste einfährt. Diese sollen mit dem Verkauf von Software wieder ausgeglichen werden. Stephen Ju, Analyst bei der Credit Suisse, stellt denn auch klar, dass bei den Prognosen keine Erlöse aus Software-Verkäufen einkalkuliert wurden, obwohl Oculus/Facebook bereits zum Verkaufsstart mit vielen Partnern Inhalte anbieten wird.

Die Welt mit den Augen eines Frosches oder Insekts erleben (discovery.com)

In einer Ausstellung am “Abandon Normal Devices” Festivals in England konnten die Besucher dank Virtual Reality einen Wald aus den Augen eines Frosches oder Insekts betrachten. Nebst der Oculus Rift für die visuellen Erlebnisse trugen die Besucher einen Rucksack, welcher das Erlebnis durch haptisches Feedback weiter verbesserte. Die eindrücklichen Aufnahmen wurden mithilfe von Lasern, Radarwellen, Computertomographie- und Photogrammetrie-Scans sowie Drohnen-Luftaufnahmen erstellt und sollen nahe an der Realität sein, wie ein solches Lebewesen seine Umwelt wahrnimmt.

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