In der vergangenen Woche hat Google bekannt gegeben, dass Ihre Google Cardboard App bereits 15 Millionen mal heruntergeladen wurde. Zusammen mit der New York Times wird der Internetkonzern nun eine Million VR-Brillen gratis verteilen, wodurch die Bekanntheit von VR innerhalb der USA weiter zunehmen wird. Auch Microsoft scheint das Potential mittlerweile erkannt zu haben, so wird über die Lancierung einer eigenen VR-Brille berichtet.

Mit der Deutschen Bahn und Tommy Hilfiger haben zwei Grossfirmen Virtual Reality Anwendungen für das Marketing entwickelt und zeigen damit, dass VR nicht nur für Computerspiele angewendet werden kann.

Auch der Augmented-Reality-Markt ist in Bewegung: Dies zeigen Meldungen über das US-Startup Magic Leap, Internethändler Amazon und Hardware-Anbieter Asus.

Tommy Hilfiger vermarket mittels Virtual Reality (vrfocus.com)

In der Modebranche setzt Tommy Hilfiger auf VR, um seine Kollektionen zu vermarkten. Besucher ausgewählter Filialen können mit einer VR-Brille in den VIP-Reihen bei Modeschauen dabei sein. Zudem gewähren die 360°-3D-Filme Einblicke hinter die Kulisse der “Fall 2015 ‘Hilfiger Collection”. Der Gründer und CEO der Produktionsfirma WeMakeVR meint denn auch zum Nutzen von VR in der Mode: “Users get an incredible peek behind the scenes; they stand next to models right before they walk out onto the runway, and they feel the excitement of being backstage after the show.”

Deutsche Bahn setzt auf Virtual Reality im Personalmarketing (sueddeutsche.de)

Die deutsche Bahn findet für gewisse Berufsgruppen nur mit Schwierigkeiten gute Bewerber. Nun setzt sie Virtual Reality Erlebnisse für die Personalgewinnung ein: So haben potentielle zukünftige Bewerber die Möglichkeit, mittels 360°-Grad-Filmen in einer eigenen App verschiedene Arbeitsplätze der Bahn kennenzulernen. “Ein Plakat oder eine Anzeige überzeugt diese Generation einfach nicht mehr”, meint Florian Wurzer von der Deutschen Bahn und verdeutlicht, wie wichtig echte Einblicke hinter die Kulissen, für die Bewerber sind.

Augmented Reality Startup Magic Leap begeistert (thenextweb.com)

Das US-amerikanische Startup Magic Leap, welches an einer neuen Technologie für Augmented Reality arbeitet, hat diese Woche einen Vorgeschmack auf die Möglichkeiten gegeben. Der CEO Rony Abovitz liess am Tag der Präsentation auch verlauten, dass Magic Leap vorhabe, Millionen ihrer Geräte zu verkaufen – auch wenn bisher nicht öffentlich klar ist, um was es sich genau handelt.

Das Unternehmen forscht und arbeitet mit “digitalen Lichtfeldern” und hat über eine halbe Milliarde US-Dollar an Kapital erhalten, um ihre Vision in die Realität umzusetzen: So soll es möglich sein, digitale Bilder direkt auf die Netzhaut des Betrachter zu projizieren. Wie das aussehen kann, zeigt folgendes Präsentationsvideo, welches durch das Headset von Magic Leap gefilmt und in welchem keinerlei Special Effects verwendet wurden.

Microsoft expandiert in den Bereich Virtual Reality? (infinityleap.com)

Microsoft setzt nicht nur auf Augmented Reality mit ihrer “HoloLens” Brille, sondern tritt mit einer eigenen VR-Brille auch im Virtual-Reality-Markt auf – dies die Annahme, nachdem entsprechende Informationen an einem VR Hackathlon durchgesickert sind. Das “Microsoft VR Kit” greift damit direkt Googles Cardboard an. Die einfache Halterung wird das Lumia Smartphone von Nokia unterstützen. Gerüchten zufolge werden für Entwickler einfach zu bedienende Tools mitgeliefert, um Inhalte für die Brille erstellen zu können

New York Times versendet eine Million VR-Brillen (uploadvr.com)

In einer Partnerschaft mit Google sollen im November eine Million Google Cardboards an Haushalte geliefert werden, welche die Druckvariante der Zeitung abonniert haben. Damit soll auch die brandneue “NYT VR App” lanciert werden, welche mit der neuen VR-Dokumentation “The Displaced” von Chris Milk’s Firma VRSE startet. In der Dokumentation werden Kinder auf der ganzen Welt begleitet, welche ihr Zuhause verloren haben.

Die NYT setzt also ebenfalls auf VR, um seine Leser näher ans Geschehen zu bringen, wie der Editor in Chief Jake Silverstein betont: “Virtual reality allows them to bring that crisis closer to home and make it more impactful.” Mit dem Versenden der Cardboards möchte NYT ein grosses Problem der Verbreitung von VR anpacken: Man muss VR selber gesehen und erlebt haben, um es voll zu verstehen. Die NYT VR App wird auf Android und iOS erhältlich sein, ein genauer Release-Zeitpunkt ist noch nicht bekannt.

Asus steigt in den Augmented Reality Markt ein (ittechnology01.com)

Computerhardware-Hersteller Asus steigt mit einer eigenen Augmented-Reality-Brille in den Ring gegen Microsofts HoloLens. Gerade kürzlich hat Microsoft angekündigt, Entwicklerversionen seiner AR-Brille für $3’000.- zu verkaufen. Mit einem weiteren potenten Mitbewerber auf dem Markt wird nicht nur der Preis sinken, sondern auch die Qualität der Geräte steigen.

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