Während die Corona-Pandemie andauert, verschieben sich immer mehr Aktivitäten in den virtuellen Raum. Aktuelle Beispiele aus dieser Woche sind ein virtuelles Konzert, eine virtuelle Messe und der virtuelle Besuch im Audi-Showroom.

 

VR-Konzert im digitalen Helsinki mit über einer Million Besucher

Im Rahmen der «Virtual Helsinki Tourist Initiative» hat die finnische Hauptstadt ihre Bewohner aufgerufen, einem virtuellen Konzert der Band JVG beizuwohnen. Das Konzert fand in einem Teil der Stadt statt, welcher bereits digital nachgebildet wurde. Fast 12 Prozent der Bevölkerung hat dem virtuellen Konzert zugeschaut, 150’000 Personen haben dazu sogar einen eigenen Avatar erstellt, mit dem man gestikulieren, Emojis setzen oder applaudieren konnte.

Mojo Vision erhält Kapital für die Entwicklung von AR-Linsen

Kürzlich hat Mojo Vision die «Mojo Lens» vorgestellt – eine Kontaktlinse, welche Augemnted-Reality-Inhalte anzeigen kann (wir berichteten). Das Unternehmen hat nun mitgeteilt, dass in einer Series-B Finanzierungsrunde weitere 51 Millionen US-Dollar gesammelt wurden. Das Kapital wird in die Weiterentwicklung der AR-Linsen investiert, welche 70’000 Pixel auf einem weniger als einen halben Millimeter grossen microLED-Screen unterbringen.

Audi nutzt Smart Glasses für die Kundenberatung

Damit sich potenzielle Kunden auch von Zuhause aus die neusten Fahrzeugmodelle vorführen lassen können, setzt Audi auf die virtuelle Kundenberatung: Die Berater in den Showrooms tragen Smart Glasses, welche ein Live-Bild direkt auf den Screen der Kunden übertragen. Diese können mit den Beratern sprechen und sie anweisen, ihnen bestimmte Features aus der Nähe zu zeigen.

Facebook arbeitet am Nachfolger der Oculus Quest

Verschiedenen Berichten zufolge arbeitet Facebook an einer besseren Version der VR-Brille Oculus Quest. Die soll nicht nur leichter und kleiner sein, sondern auch bessere Optik bieten. Ein Release-Datum ist noch nicht bekannt.

Sony patentiert VR-Brille mit Gesichtsscanner

Um Avatare seinem eigenen Abbild entsprechend zu gestalten und Emotionen zu transportieren, braucht es nicht nur das richtige Aussehen, sondern auch eine realistische Mimik. Sony hat nun ein Patent eingereicht für ein System, welches die Gesichtsmuskulatur scannt und auf Avatare übertragen kann. Kürzlich hat Sony zudem ein System vorgestellt, welches die Finger tracken kann:

Facebook arbeitet an einem ähnlichen System für die Digitalisierung und Animation von Gesichtern und hat dazu auch schon verblüffende Videos geteilt:

Bühler Group lanciert virtuelle Messe

Da die Messe «Interpack» auf das Jahr 2021 verschoben wurde, lanciert der Schweizer Industriekonzern Bühler unter dem Motto «Creating food sensations» im Mai eine komplett virtuelle Messe. Interessierte können sich auf der Website registrieren. Wie Bandara auch Ihren Messeauftritt in die virtuelle Welt bringen kann, haben wir hier zusammengefasst.

Oculus Quest verkauft sich besser als erwartet

In Facebooks Bilanz für das erste Quartal 2020 finden sich Zahlen, welche Rückschlüsse auf den Umsatz von Oculus zulassen. So sind die «anderwertigen Umsätze» gegenüber dem Vorjahr um 80 Prozent gestiegen. Gemäss Finanzchef Dave Wehner sind diese Einnahmen vorallem durch Oculus getrieben. Auch Zuckerberg zeigte sich erfreut über den Absatz der Oculus Quest und wünschte sich, mehr Brillen herstellen zu können. Seit anfangs Jahr sind die Brillen auch wegen der Coronakrise vielfach ausverkauft.

Niantic nutzt Pokemon-Spieler für das Scannen der Umgebung

Der Entwickler hinter den AR-Spielen Ingress und Pokemon Go hat kürzlich das AR-Cloud-Startup 6D.ai aufgekauft (wir berichteten). Die so erworbene Technologie wird nun für einen Testlauf in Ingress implementiert. Darin werden die Spieler mit Bonuspunkten motiviert, 3D-Scans von Statuen oder Skulpturen zu machen. Mit den so generierten Daten kann Niantic digitale Abbilder von ganzen Innenstädten erstellen.

Copy & Paste in der Realität

Der Entwickler Cyril Diagne hat auf Twitter ein Video einer App geteilt, welche reale Objekte erkennen und kopieren kann – um sie danach auf einem Computer gleich wieder einzusetzen. Dies zeigt eindrücklich, wie wir in Zukunft Objekte mit einer AR-Brille scannen und «kopieren» können werden:

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