Die News der letzten Woche zeigen verschiedene interessante Anwendungen für Virtual Reality und Augmented Reality: Die schwedische Bahn SJ setzt auf VR in der Ausbildung, ein Museum in Paris zelebriert mit VR die Kunst von Monet und kalifornische Forscher haben eine AR-App entwickelt, mit der sich Blinde in Räumen zurechtfinden können.
HoloLens ermöglicht es Blinden, Räume zu «sehen»
Am California Institute of Technology haben Forscher eine App für die HoloLens von Microsoft entwickelt, welche es blinden Menschen erlaubt, sich in Räumen zurecht zu finden. Die App namens CARA erkennt Gegenstände und deren Position im Raum und teilt dies über Audio dem Träger mit.
Der schwedische Bahnbetreiber SJ setzt auf VR-Ausbildung
Um die Belegschaft für die kommende Zug-Generation fit zu machen, setzt SJ auf eine VR-Lernplattform und Lern-Experiences. «We are setting up VR stations across the country to make our VR education accessible to our employees. Our goal is to utilize VR in a way that can increase the quality and effectiveness of our internal education», meint dazu Claes Lindholtz, Director Business Development and Digital Transformation bei SJ. Auch die Deutsche Bahn setzt seit einiger Zeit auf VR-Training.
Google Maps mit AR-Funktion
Im Rahmen der Google-Entwicklerkonferenz I/O wurde bereits eine AR-Funktion für Google Maps vorgestellt. Es ist zwar noch nicht klar, ab wann die Funktion verfügbar sein wird, aber viele warten wohl darauf, sich in Zukunft einfacher in Städten zurecht zu finden:
Fahrtüchtigkeit bei älteren Menschen dank VR sicherstellen
In Australien sind Personen ab einem Alter von 85 Jahren verpflichtet, alle zwei Jahre eine Fahrtüchtigkeits-Prüfung abzulegen. Da die Distanzen auf dem australischen Kontinent nicht gerade gering sind, setzen die Verantwortlichen nun auf Virtual Reality: In einem eigens entwickelten Simulator wird die Reaktionsgeschwindigkeit von Senioren gemessen.
Grossbritanniens Regierung fördert VR
Mit einer Finanzierung eines «Core Innovation Hub» für 72 Millionen Pfund (ca. 91 Mio CHF) fördert die britische Regierung innovative Technologien in der Baubranche. Der Fokus liegt dabei auf Virtual Reality, Digital Design und Offsite Manufacturing.
Neuer 3D-Sensor soll Räume millimetergenau vermessen
Occipital ist ein amerikanisches Unternehmen, welches sich auf 3D-Tiefensensoren spezialisiert hat. Mit dem neuen «Structure Core» Sensor soll es nun möglich sein, Räume millimetergenau zu vermessen. Dies kann Orientierung von Drohnen oder Roboter in Innenräumen oder auch für die Digitalisierung von Räumen und Objekten für AR- und VR-Anwendungen genutzt werden. Der Sensor wird anfangs 2019 ausgeliefert.
Neuer Studiengang: Expanded Realities
Die Hochschule Darmstadt startet im Sommersemester 2019 mit dem neuen Studiengang «Expanded Realities». Damit soll dem Umstand Rechnung getragen werden, dass immersive Technologien im Alltag angekommen sind und es entsprechende Experten benötigt. Die Studierenden sollen lernen, die systematische Arbeitsweise eines Wissenschaftlers mit der künstlerischen Kompetenz eines Interaktions- und Game Designers zu verbinden.
Neue VR-Experience zelebriert die Werke von Claude Monet
Im Musée de l’Orangerie in Paris kann neuerdings eine VR-Experience namens «Claude Monet – The Waterlily Obsession» besucht werden, welche das Schaffen und die Werke des Künstlers zeigt. Mittels einer HTC Vive ist es damit möglich, die Gemälde von Monet in einem 3D-Raum zu begehen und mit ganz neuen Perspektiven zu entdecken.
Virtual Reality fühlen mit Ultraschall
Das 2013 gegründete Unternehmen Ultrahaptics hat sich auf spezielle Matten spezialisiert, welche mittels Ultraschall haptisches Feedback geben. In Virtual Reality könnten so in Zukunft virtuelle Gegenstände erfühlt werden. In einer dritten Finanzierungsrunde hat das Startup nun weitere 45 Millionen US-Dollar erhalten, um dieses Ziel zu verwirklichen.