Die News der letzten Woche zeigen, dass auch die Tech-Giganten grosses Potenzial für VR in der Ausbildung sehen: Sowohl Google als auch die Facebook-Tochter Oculus bringen ihre Technologien an Schulen und Unis. Doch nicht nur die amerikanischen, sondern auch die chinesischen Unternehmen geben Gas: Bis 2020 soll Chinas VR-Markt bereits auf 13 Milliarden US-Dollar anwachsen.

 

Oculus bringt VR-Brillen in Klassenzimmer

Die Facebook-Tochter Oculus hat angekündigt, ihre Rift- und Go-Systeme global an Bildungsinstitute auszuliefern. Gestartet wird im amerikanischen Seattle, in Taiwan und Japan. Als Programm der Oculus Education Division soll einerseits Lehrern und Schülern VR im Klassenzimmer näher gebracht werden, andererseits will Oculus aus Feedback lernen, wie die Technologie im Unterricht helfen kann.

Motion Sickness: Palmer Luckey arbeitet an einer Lösung

Der ehemalige Gründer von Oculus hat sich nach verschiedenen Tätigkeiten wieder auf VR fokussiert und soll gemäss eigener Twitter-Aussage an einer Lösung für Motion Sickness arbeiten. Darunter versteht man die Tatsache, dass es einigen Personen in VR schlecht werden kann, wenn sich die Informationen für die Augen nicht mit denjenigen der Gleichgewichtssinne decken. Die Lösung soll software- und hardwarebasiert sein, einen Veröffentlichungstermin hat Luckey nicht genannt.

Neuer Fonds ermöglicht Investition in Virtual Reality

Gemäss einer Berichterstattung von Yahoo Finance wurde mit dem «Defiance Future Tech ETF» ein börsengehandelter Fonds eröffnet, welche Investoren erlaubt, in VR-Technologien zu investieren.

Rasantes Wachstum des VR-Markts in China

Gemäss einem Bericht des chinesischen Ministeriums für Informationstechnologien soll der Markt für Virtual Reality in China bereits 2020 auf 13 Milliarden US-Dollar anwachsen. Dies entspricht einem Wachstum von jährlich über 120 Prozent, während das Wachstum in den Vorjahren bei 164 Prozent lag. China unterstützt von staatlicher Seite unter anderem den Einsatz von VR in der Ausbildung.

Google rollt in den USA VR-Labore an Unis aus

Experimente in Naturwissenschaften eignen sich besonders in Virtual Reality, weil sie entweder kostenintensiv oder gefährlich sind oder Labore stets ausgelastet sind – alles Faktoren, welche mit VR angegangen werden können. In Zusammenarbeit mit Labster rollt Google deshalb an amerikanischen Unis virtuelle Labore aus, in welchen 30 Lektionen zu Molekular- und Zellbiologie, Ökologie und Tierphysiologie absolviert werden können. Weitere Unis, auch in Europa, sollen folgen.

Oculus präsentiert VR-Experiences zu Sozialthemen

Die «VR for Good»-Initiative von Oculus hat das erklärte Ziel aufzuzeigen, wie Virtual Reality für gute Zwecke eingesetzt werden können. Dabei unterstützt Oculus NGOs in kooperativen Projekten. Ein aktuelles Projekt besteht aus drei 360°-Videos, welche Sozialthemen aufnehmen und so beispielsweise ein Mitglied der White-Power-Bewegung begleitet, aus dem Leben von Transfrauen und -männern im Militär berichtet und einen Indianer portraitiert.

Ein neues VR-Tool korrigiert Fehler bei Hirnscans

Virtual Reality wird vermehrt auch in der Medizin eingesetzt. Ein weiteres Beispiel dafür ist ein Tool der Keck School of Medicine of USC in Kalifornien. Damit ist es möglich, Hirnscans effizienter zu analysieren und zu verbessern.

Kann VR vor Hundebissen schützen?

Eine sehr spezifische Problemstellung wird in der von der University of Liverpool entwickelten VR-Applikation angegangen: DAmit ist es möglich, virtuell Hunde darzustellen, inklusive verschiedene Grade an Aggressionen und verschiedene Verhaltensmuster. Hintergrund dieser App ist es, Menschen ein Training zu erlauben, Hunde und ihre Signale einschätzen zu können – und so Bisse durch Hunde zu reduzieren. In den USA werden jährlich 350’000 Patienten infolge Hundebissen behandelt.

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