Bei den Cannes Lions war VR und AR mit Ankündigungen im Werbebereich ein grosses Thema, zudem setzen die New York Times und National Geographic auf Augmented Reality zur Wissensvermittlung. Aber auch zu Virtual Reality gab es vergangene Woche Neuigkeiten – so untermauerte eine Studie den Nutzen von VR bei Herzerkrankungen und Facebook bringt neuen Content auf die Oculus Go.
Cannes Lions: Zwei interessante Ankündigungen im Bereich VR/AR
An dem jährlichen Treffen der Kreativindustrie wurden u.a. folgende Anwendungen vorgestellt:
Teads.tv, eine französische Ad-Tech Firma, lancierte eine AR-Ad Lösung, welche ohne separat zu installierende Smartphone App funktioniert. Kunden wie Burger King oder Ray Ban setzen die Software bereits ein um einen Teil der 400 Mio. Smartphone-Besitzer zu erreichen, welche die Ads auf dem kompatiblen Smartphone mittels eingebauter Kamera erleben können (siehe Video).
Oath, der drittgrösste amerikanische Ad-Tech Player unterstützt Product Placement in VR. Dabei wird auf existierenden Ad-Netzwerken aufgebaut, was Brands das Schalten von Ads innerhalb von VR/AR ohne zusätzlichen Aufwand ermöglicht.
VR verändert kardiovaskuläre Behandlung
Virtual Reality hat gemäss Forschern einen grossen Einfluss auf die Behandlung von Herzerkrankungen, inklusive besseren Resultaten für die Patienten. Die Verwendung von VR-Technologie bringt in allen Bereichen – von Training und Ausbildung über die Planung des Eingriffs bis zu Visualisierungen während dem Eingriff und der Rehabilitation der Patienten – Verbesserungen.
Auch Bandara sieht ein grosses Potential gerade im Training und der Ausbildung. In einem Blogbeitrag haben wir deshalb die überzeugendsten Trainingsanwendungen in VR zusammengetragen.
National Geographic kündigt Open-Air AR Planetarium an
In Zusammenarbeit mit dem Hersteller eines AR-Headsets Aryzon kündigt National Geographic eine AR-Experience an, welche man draussen in einem Amphitheater bestaunen kann. In der «ObservEtoiles» genannten Experience wird es möglich sein, in die Sterne zu schauen, wobei das Sternensystem dank AR in 3D erlebbar gemacht wird – für bis zu 180 Besucher und mit beheizten Sitzen.
New York Times bringt AR-Experience zum «The Fuego» Vulkanausbruch
Anfangs Juni brach in Guatemala der Vulkan «The Fuego» aus, welcher einen Grossteil des Dorfes San Miguel Los Lotes verwüstete. Die NYT bringt nun eine AR-Experience, mit welchem man das Ausmass der Verwüstung auf eindrückliche und visuelle Art erleben kann: basierend auf über 700 Fotos wurden dabei Gebiete aus dem Dorf als 3D-Modelle nachgebildet.
VR-Technologie zieht in Bibliotheken ein
Der VR-Technologie wird im Ausbildungsbereich ein grosses Potential zugeschrieben. Es überrascht deshalb nicht, dass die grossen Hardware-Hersteller Oculus und HTC nebst Universitäten und Schulen nun auch Bibliotheken ins Auge fassen. Nachdem Oculus bereits im Juni 2017 in 90 Bibliothekn in Kalifornien Geräte installierte, zieht HTC nun nach und installiert über 100 Systeme in amerikanischen Bibliotheken.
Google lanciert ebenfalls AR-Messtool
Google lanciert mit der App «Measure» eine AR-Applikation, mit welcher man Räume und Gegenstände vermessen kann. Die Firma zieht damit mit Apple gleich, welche eine ähnliche App unter dem gleichen Namen mit iOS 12 veröffentlichen wird.
Nagellack mit AR ausprobieren
Augmented Reality findet vermehrt Einzug in die Kosmetik-Industrie. Mit der neuen «Wanna Nails» genannten Applikation ist es nun möglich, Nagellack dank AR rein digital auf seine Fingernägel aufzutragen, um sehr lebensnah zu sehen, ob die Farbe dem eigenen Geschmack entspricht. Die einzelnen Produkte sind direkt auf Amazon verlinkt.
Oculus Go Brille: Hub für 2D-Fernsehprogramme?
Mittels der autarken VR-Brille von Facebook können nun Inhalte von Streaming-Plattformen wie Netflix, Red Bull TV, Facebook Video oder Neverthink konsumiert werden. Dabei kann sich der Anwender ohne andere zu stören oder gestört zu werden ins Fernsehprogramm vertiefen. Facebook plant zukünftig weitere Anbieter hinzuzufügen.