Mit der weiteren Verbreitung von Augmented und Virtual Reality stellt sich vermehrt auch die Frage nach der Interaktion mit den virtuellen Inhalten. Facebook arbeitet deshalb an Brain-Computer-Interfaces, welche eine Steuerung per Gedanken erlaubt. In aktuellen Beispielen wird noch mit Controllern, Gesten- oder Stimmerkennung gearbeitet – so im Fall einer Buschauffeur-Ausbildung in Dubai oder einer VR-Schulung für das Verhalten bei Erdbeben in Sydney. Dies und weitere News und Anwendungsfälle von XR aus der letzten Woche hier.
Dubai bildet seine Busfahrer in VR aus
Die «Roads and Transport Authority» in Dubai setzt auf ein VR-Training, um Sicherheitsstandards bei den städtischen Busfahrern zu verbessern. In der VR-Trainingsapplikation werden verschiedene Szenarien simuliert, beispielsweise Unfälle oder sich beschwerende Passagiere. Die wichtigsten Gründe für den Einsatz sind die Verständlichkeit der Inhalte, die verbesserten Monitoring-Möglichkeiten in VR sowie die Verfügbarkeit der Trainingseinheiten.
Amazon steigt ins VR-Streaming ein
Der Grosskonzern hat in seiner Video-Sparte Prime angekündigt, in Zukunft auch auf VR-Brillen als App vertreten wollen zu sein. Mit der App «Prime Video VR» kann man sich ähnlich wie beim konkurrenten Netflix die Prime-Mediathek auf einer grossen Kinoleinwand anschauen: in VR. Ausserdem bietet die App ausgewählte 360°-Videos. Der Dienst ist zurzeit in den USA und in UK erhältlich.
Facebook arbeitet an Gedankensteuerung für AR-Brille
In Zusammenarbeit mit der University of California, San Francisco (UCSF) arbeitet Facebook schon seit 2017 an neuen sogenannten Brain-Computer-Interfaces (BCI). Ziel ist es, in XR ein intuitives, einfaches Interface zu haben – idealerweise ohne Eingabegeräte. Nun haben Forscher von Facebook berichtet, dass sie einen ersten Prototypen haben, welcher Gehirnströme misst und erkennt. Dies würde es erlauben, in Zukunft per Gedanken mit den digitalen Inhalten zu interagieren. Die Forscher betonen aber auch, dass es bis zu einer Marktreife noch einige Jahre dauern werde.
VR-Game simuliert Erdbeben, um Kinder sicheres Verhalten zu lehren
Die University of Auckland hat einen Award für ein Serious Game erhalten, in welchem in Virtual Reality ein Klassenzimmer simuliert wird, welches von einem Erdbeben betroffen ist. Ziel ist es, Lehrer und Schülern das richtige Verhalten für den Ernstfall zu lehren.
OpenXR 1.0 Spezifikation vorgestellt
Die Khronos Group und ihre Mitglieder haben pünktlich zur SIGGRAPH 2019 die OpenXR 1.0 Spezifikation vorgestellt, an welcher sie seit 2016 arbeiteten. Ziel mit dem offenen Standard ist es, unabhängig der verwendeten Technologie und VR-Endgeräte VR-Applikationen zugänglich zu machen. Dies schafft theoretisch ein einziges VR-Ökosystem ohne Silos.
Oculus-Brillen bieten neuerdings Cloud-Speicher-Funktion
Seit kurzem unterstützen die VR-Brillen Gear VR, Oculus Go und Oculus Quest die im Mai vorgestellte Cloud-Speicher-Schnittstelle. Damit ist es möglich, Spielstände geräteübergreifend in der Cloud zu speichern – so ist es beispielsweise möglich, auf der Oculus Quest ein Spiel am selben Punkt fortzusetzen, wo man auf der Rift aufgehört hat.
Unity erhält weitere 500 Millionen Investorengelder
Neben der Unreal Engine von Epic Games ist Unity die zweite grosse Engine, mit welcher Computerspiele erstellt werden können und die sich als Entwicklungs-Tool für VR- und AR-Anwendungen etabliert hat. Nun hat das Unternehmen, welches 2020 allenfalls an die Börse geht, weitere rund 500 Millionen US-Dollar an Investitionen erhalten, was den Marktwert auf ca. 6 Milliarden anhebt. Man kann also davon ausgehen, dass die Engine auch zukünftig noch am Markt sein wird.
VR-Arcade «The Void» expandiert: auch in Deutschland und Österreich geplant
Die amerikanische Firma hat angekündigt, bis 2022 in den USA und Europa 25 neue Standorte zu eröffnen und kooperiert dabei mit dem französischen Immobilienunternehmen Unibail-Rodamco-Westfield. Unter anderem sollen im deutschen Oberhausen und in Wien Filialen eröffnet werden. Die Schweiz scheint nicht auf der Expansionskarte zu liegen – hierzulande gibt es in Zürich mit der Fusion-Arena bereits ein VR-Arcade mit voller Bewegungsfreiheit und mehreren Spielern gleichzeitig.
Firefox auf der Oculus Quest verfügbar
Das neue Headset aus dem Hause Oculus erhält mit dem Firefox Reality einen VR-fähigen Webbrowser. So ist es nicht nur möglich, mit aufgesetzter Brille das Internet zu durchsuchen, sondern auch WebVR-Titel zu spielen, welche auf dem Browser laufen.