In diesen Tagen geht in Barcelona der Mobile World Congress (MWC) über die Bühne. Dabei sorgen mehrere Tech-Grossmächte für Schlagzeilen im Bereich Virtual und Augmented Reality: Google mit ARCore, Amazon mit AR View, Qualcomm mit dem Snapdragon 845 und Samsung mit dem Galaxy S9.

Google launcht ARCore 1.0 während MWC

Der Techgigant hat während dem Mobile World Congress in Barcelona die Consumer-Version der ARCore-Technologie veröffentlicht (Bei Apple heisst die entsprechende Technologie ARKit). Damit sind auf einer Vielzahl von Android-Geräten hochwertige AR-Applikationen möglich. Im einzelnen sind dies: Google Pixel, Pixel XL, Pixel 2 und Pixel 2 XL; Samsung Galaxy S8, S8+, Note8, S7 und S7 edge; LGE V30 und V30+ (Android O only); ASUS Zenfone AR; und OnePlus OnePlus 5. Weitere Geräte sind angekündigt.

Amazon AR View nun auch auf Android

Nachdem der Online-Versandhändler letzten Monat in seiner iOS App eine AR View integrierte, ist diese Funktion nun auch für Android verfügbar, zumindest auf den 13 oben genannten ARCore-fähigen Geräten. Mit der App ist es möglich, Gegenstände vor dem Kauf bereits in seinen eigenen vier Wänden zu platzieren.

Qualcomm pusht Mobile VR

Im Rahmen des diesjährigen Mobile World Congress hat der Chiphersteller den neuen Snapdragon 845 Chipsatz vorgestellt. Mit dem Referenzdesign sind auch viele VR-Features berücksichtigt. Darunter fallen Eye-Tracking, aber auch Roomscale 6 Degrees of Freedom. Unter diesem technischen Begriff versteht man die Bewegungsfreiheit von VR-Brillen, die ohne externe Sensoren im Raum getrackt werden. Viele VR-Brillen, welche Ende 2017 angekündigt wurden, setzen noch auf den Snapdragon 835 Chipsatz. Es ist also zu erwarten, dass die kommende Generation von mobiler Hardware auf den neuen Chipsatz setzt und mobile VR-Experiences sich deutlich verbessern werden.

Samsung stellt AR Emojis mit Galaxy S9 vor

Der koreanische Smartphone-Gigant hat während der Präsentation der neuen Smartphone-Generation am Mobile World Congress auch AR Emojis vorgestellt. Damit ist es möglich, sein Gesicht zu scannen und Mimik auf die avatarisierte Version seiner Selbst zu übertragen. Anders als bei den Animoji des iPhoneX wird das Gesicht nicht in 3D gescannt, sondern nur in 2D. Eine AI im Hintergrund errechnet daraus jedoch das 3D Model für den Avatar. Daher ist es auch möglich, einen Avatar zu gestalten, der nicht vorgefertigt ist, sondern dem User gleicht.

BBC launcht erste VR-First-Dokumentarserie

Wie die Werbewoche berichtet, wird Virtual Reality (VR) künftig mehr und mehr ein integrierter Bestandteil der BBC News-Angebote sein. «Damming the Nile» ist eine zweiteilige, insgesamt halbstündige VR-Dokumentation, welche BBC News zusammen mit dem BBC VR Hub produzierte und in der BBC App im Oculus Store oder auch auf Youtube verfügbar ist. Der Digital Development Director der BBC News, James Montgomery meint dazu: «Wir suchen ständig nach Wegen, wie wir Nutzer für Nachrichten interessieren können, für das richtige Thema kann VR ein mitreissendes und eindrucksvolles Format für unseren Journalismus sein. Als internationaler Nachrichtensender ist es für uns wichtig, unsere Expertise im Storytelling und in der Redaktion ständig weiterzuentwickeln, um mit den sich schnell entwickelnden Technologien Schritt halten zu können.»

Erste Fluggesellschaft, deren Flugzeuge nur virtuell abheben

Im japanischen Tokio gibt es mit der «First Airlines» genannten Fluggesellschaft die Möglichkeit, Flüge nach New York, Paris, Rom oder Hawaii zu buchen und zu erleben. Der Clou ist, dass die Flugzeuge nie abheben. Dafür werden den Passagieren VR-Brillen aufgesetzt und für den Preis eines Business- oder First-Class-Sitzes bekommt man eine fast zweistündige VR-Experience vorgeführt. Ein typischen Flugzeugessen ist mit dabei.

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