Bereits vorletzte Woche hat Google während der GDC 2019 eine Ankündigung getätigt, welche die Gaming-Industrie aufhorchen liess. Unter dem Namen Stadia wird Google noch dieses Jahr eine Streaming-Plattform für Games lancieren. Damit ist es auch auf schwachen Endgeräten (und nur in einem Browser) möglich, aktuelle Toptitel in bester Qualität in 4K und 60fps zu spielen.
Auch wenn Google in der Präsentation AR und VR nicht explizit erwähnte, könnte gerade VR enorm von einer solchen Technologie profitieren: Die VR-Brillen benötigen keine Rechenleistung mehr, sondern streamen VR-Inhalte direkt von Googles Serverfarm – die in Zukunft auch 8K Auflösungen und 120 fps unterstützen soll. Also ideale Voraussetzungen für VR-Inhalte. Auch Nvidia setzt auf Streaming von VR-Inhalten mit dem Ausbau Ihrer Nvidia Now Plattform. Es wird also spannend, diese Entwicklung weiter zu verfolgen – und Sie lesen darüber in diesem Blog.
Da ferien- und krankheitsbedingt letzte Woche kein Briefing erschien, heute wieder Neues aus den Bereichen Hard- und Software für Augmented und Virtual Reality.
Nvidia will VR- und AR-Streaming ermöglichen
Nicht nur Google setzt mit Stadia auf das Streamen von digitalen Inhalten. Der Hardwareproduzent Nvidia hat angekündigt, in Zukunft VR- und AR-Inhalte streamen zu wollen und baut entsprechende Serverfarmen bereits auf. Das unter dem Namen GeForce Now genannte Streaming-Verfahren soll die Cloud Reality wahr werden lassen: Damit liesse es sich auch mit schwacher Hardware Highend-Inhalte in çK bei 90Hz nutzen lassen. Eine Beta-Version des Dienstes ist bereits in Betrieb und es sind 400 Spiele mit einer Auflösung bis 1090p streambar.
Burger King lässt Plakate der Konkurrenz verbrennen – in AR
Burger King hat eine AR-App lanciert, mit welcher es möglich ist, Plakate der Konkurrenz zu filmen und virtuell in Brand zu setzen. Die Aktionen der (potentiellen) Kundschaft wird zudem mit einem kostenlosen Whopper belohnt. Das Ganze funktioniert im Freien, aber beispielsweise auch mit Bannern auf Websites.
HTC Vive Focus Plus ab April verfügbar
Das Konkurrenzprodukt zur Oculus Quest soll ab April weltweit in 25 Märkten erhältlich sein. Für den Preis von $799 zielt HTC damit aber mehr auf den B2B- als auf den Heimmarkt. Die autarke Brille braucht keinen PC mehr und verfügt über ein Inside-Out-Tracking: die Brille bietet auch ohne externe Sensoren volle Bewegungsfreiheit. Ebenfalls im April bringt HP seine hochauflösende VR-Brille Reverb auf den Markt.
Lippentracking in VR-Brillen
HTC hat auf der GDC 2019 nebst neuer Hardware auch eine neue Funktion angekündigt. Damit soll es in Zukunft möglich sein, seine Lippenbewegungen zu tracken – und so beispielsweise seinen Avatar Lippensynchron sprechen zu lassen. Zurzeit wird diese Funktion für Forschungszwecke eingesetzt, dabei beispielsweise auch zur Verbesserung von Sprach- und Sprechentwicklung.
Infinity Augmented Reality von Alibaba übernommen
Die 2006 gegründete Firma Infinity AR entwickelt ein AR-Betriebssystem und hat bereits seit 2016 mit Alibaba kooperiert. Nun wurde das Unternehmen ganz vom E-Commerce-Riesen übernommen und wird nun in Alibabas Israel Machine Vision Laboratory integriert. Alibaba zementiert damit seine Absichten, im AR-Bereich vorne dabei sein zu wollen. Das chinesische Unternehmen ist unter anderem auch als Grossinvestor bei Magic Leap beteiligt.
Magic Leap überträgt NBA-Spiele mit AR
Wer eine Magic Leap One Brille besitzt, kann seit kurzem diese AR-Brille nutzen, um NBA-Spiele nicht nur auf dem virtuellen Grossbildschirm zu betrachten, sondern Zusatzinformationen als Icons und auf einem 3D-Spielfeld einzublenden. Magic Leap zeigt damit einen ersten Schritt in Richtung “Spacial Computing” – also in eine Welt ohne Bildschirme.
Microsoft sieht Mixed Reality Capture Studios als neue Fotokabinen
Microsoft setzt vermehrt auf sogenannte Mixed Reality Capture Studios, in welchen Personen von über 100 Kameras allen Seiten aufgenommen und danach zu seinen sehr realistischen 3D-Modell zusammengesetzt werden. Damit hat man nicht nur sehr echt wirkende Avatare von sich selber, sondern kann diese Modelle beispielsweise auch für die virtuelle Ankleide von Mode verwenden. Microsoft betonte an einer Präsentation an den Photonics West 2019, dass der Konzern sich erhoffe, dass diese Scan-Technologie bald für alle zur Verfügung stünden – wie eine Fotokabine.
Sony verkauft die Playstation VR über 4 Millionen mal
Die seit dem Herbst 2016 erhältliche Playstation VR von Sony hat sich seit dem Launch rund 4.2 Millionen mal verkauft, so die aktuellen Verkaufszahlen.