Ein häufiger Kritikpunkt von VR-Anwendern ist die tiefe Auflösung, die aktuelle Headsets bieten. Wenn es nach dem finnischen Unternehmen Varjo geht, soll damit nun Schluss sein: Die neue VR-Brille «VR-1» verfügt über ein «Bionic Display» und soll «human eye resolution» bieten. Das bringt unter anderem Vorteile für realistische Trainingsanwendungen – denn wie eine Studie aus den USA zeigt, sind Trainings die mit Abstand meistgenutzte Anwendung von XR-Technologien bei Unternehmen.
Varjo lanciert eine VR-Brille mit Super-Auflösung
Mit der «VR-1» will Varjo den VR-Brillen-Markt aufmischen. Ars Technica schreibt in einem ersten Review, dass die Varjo VR-1 die erste Virtual-Reality-Brille sei, die ein überzeugend reales Bild erschaffe. Der Hersteller schafft das, in dem er für jedes Auge zwei verschiedene Displays in die Brille verbaut hat, ein micro-OLED-Display direkt vor dem Auge und ein AMOLED-Display für die periphere Sicht. Das Gerät verfügt zudem über eine Eye-Tracking-Funktion und soll mit einem Update später in diesem Jahr auch eine MR-Funktion erhalten. Mit einem Preis von 6’000 Euro (plus 1000 Euro pro Jahr für eine Support-Lizenz) richtet es sich klar an den Business-Bereich.
Virtuelles Make-Up entwickelt sich zu einem Markt
Nach einem Artikel von CNN Business entwickelt sich zur Zeit ein Markt für virtuelles Makeup. Demnach wird in der Kosmetikbranche auf Augmented Reality gesetzt, damit Kundinnen Produkte bereits testen können, ohne effektiv Kosmetika aufzutragen. Ultra Beauty, Sephora, oder L’Oréal setzen bereits auf diese Technologie und erlauben es beispielsweise Kunden, direkt aus der AR-App heraus Produkte zu kaufen.
Unternehmen nutzen XR vor allem für Training
Das Marktforschungs-Unternehmen Superdata hat amerikanische Unternehmen zu deren Einsatz von Extended Reality (also Augmented und Virtual Reality) befragt. Demnach nutzen 71% XR für Trainings, gefolgt von Design & Engineering (38%), Research (36%) und Showrooms und Sales (35%). Der Report berichtet auch, dass die Verwendung von XR im Trainings-Bereich den Unternehmen noch dieses Jahr rund 13.1 Milliarden US-Dollar an Einsparungen bringen kann.
Lego lanciert acht AR-Bausätze
Unter dem Titel «The Hidden Side» hat Lego acht Bausätze mit Augmented-Reality-Funktionen auf den Markt gebracht. Mit einer Smartphone-App können die Bauten zum Leben erweckt und mit Rätseln, Mini-Spielen, Gespenstern und Geheimnissen ergänzt werden.
VR versetzt Medizinstudenten in die Körper der Patienten
Die University of California Irvine setzt in der Ausbildung von Medizinpersonal auf Virtual Reality, um die behandelnden Fachpersonen in die Körper der Patienten zu versetzen. Dies soll einerseits Empathie schaffen für das bessere Verständnis der Patienten und wird vor allem bei der Ausbildung zu Alzheimer, Muskelschwund oder Suizid-gefährdeten Patienten eingesetzt. Ein Student meint dazu: “I can spend thousands of hours studying from labs, textbooks, but it doesn’t really capture what it is like as a patient going through the experience. You can read all about Alzheimer’s and different diseases, but when you experience it in virtual reality you get a better understanding of what they are going through. You can tailor your practice to help them a lot more.”
Studie zeigt anhaltende Wirkung von VR-Therapie bei autistischen Phobien
Das Virtual Reality in der medizinischen Behandlung zu guten Ergebnissen kommen kann, zeigt eine aktuelle Studie, welche sich mit dem Einsatz von VR zur Behandlung von autistischen Phobien befasst. Demnach zeigten 40% der Patienten nach zwei Wochen eine Verbesserung, ganze 45% nach sechs Monaten.
Accenture, Qualcomm und Kellogg entwickeln Eye-Tracking für Retail
Die Technologiekonzerne Accenture und Qualcomm haben zusammen mit Kellogg eine VR-Experience geschaffen, welche es erlaubt, mittels einer mobilen VR-Brille mit Eye-Tracking zu messen, wie sich Menschen beim Einkaufen verhalten. Eine ähnliche Lösung hat Bandara bereits 2017 entwickelt.
Zeigt «Fortnite» die Zukunft der Konzerte?
Das erfolgreiche Spiel von Epic Games hat über 200 Millionen aktiver Spieler weltweit und ist ein popkulturelles Phänomen – sogar Fussballer tanzen Fortine-Tänze, wenn sie Tore schiessen. Nun haben die Entwickler mit DJ Marshmello ein virtuelles Konzert in der Spielwelt von Fortite abgehalten. Die 10-minütige Performance haben über 10 Millionen Spieler gleichzeitig mitverfolgt – im Spiel über tausende Instanzen verteilt, die jeweils 100 Spieler verwalten.