Während in Zürich bald das grösste VR-Center Europas seine Türen öffnet, tut sich zur Zeit in Sachen VR-/AR-Hardware einiges: Apple hat eine VR-Brille patentiert, Zeiss und Telekom wollen eine Datenbrille entwickeln und Magic Leap erhält frisches Kapital von Axel Springer.
Axel Springer investiert in Magic Leap
Das AR-Unternehmen, welches kürzlich ihre «Magic Leap One» genannte AR-Brille vorgestellt hat, bekommt mit Axel Springer einen weiteren Investor. Es handle sich dabei nicht nur um eine Wertanlage, sondern es geht dem Medienunternehmen auch darum, mit neuen journalistischen Formaten zu experimentieren. Das mit über 2 Milliarden US-Dollar finanzierte Start-Up Magic Leap möchte ihre Brille noch dieses Jahr an Entwickler ausliefern. Die günstigste Version des Geräts soll etwa so viel kosten wie ein High-End-Smartphone, gab Gründer Rony Abovitz an einem Interview bekannt. Zudem kündigte er eine Partnerschaft mit der NBA an.
Google stellt «simples» AR für Android vor
Googles ARCore gilt als Antwort auf Apples ARKit und erlaubt es auf modernen Smartphones, aufwändige AR-Experiences auszuführen. Leider sind diese zur Zeit auf die neuen Pixel-Modelle und das Samsung Galaxy S8 beschränkt. Um die Reichweite von AR zu erhöhen, haben Google-Mitarbeiter nun eine AR-Funktion für die «Motion Stills»-App für Andoird veröffentlicht und erklären das Vorgehen in ihrem Blogbeitrag. In der App ist es möglich, auch auf schwächerer Hardware Dinosaurier oder Hühner virtuell in die gefilmte Umgebung einzubetten. Das Resultat ist aber bereits recht eindrücklich.
Zeiss und Telekom wollen Datenbrille entwickeln
Die beiden deutschen Unternehmen wollen ihre Expertise im gemeinsamen Unternehmen Tooz Technologies zusammenführen und gemeinsam eine Datenbrille entwickeln. Ziel sei es weniger, eine neue HoloLens zu entwickeln, sondern Smartphone-Screens, die man auf der Nase trägt und dabei die Hände frei hat, während man die wichtigsten Infos sieht.
Studie: VR-Therapie könnte Psychosen und Paranoia reduzieren
Ein Team von niederländischen Wissenschaftlern haben eine Studie durchgeführt, welche Behandlungsmethoden (CBT) für Angstzustände und Paranoia mit und ohne Virtual Reality vergleicht. Insgesamt 116 Patienten wurden eingeladen, wovon die Hälfte soziale Interaktionen in einer virtuellen Umgebung durchzuführen hatte. Das Resultat überzeugte die Forscher: «The addition of virtual reality CBT to standard treatment reduced paranoid feelings, anxiety, and use of safety behaviours in social situations, compared with standard treatment alone», meint etwa der Lead-Autor Roos Pot-Kolder.
Grösstes VR-Center Europas ab März im Letzipark Zürich
Das selbsternannt grösste Virtual-Reality-Center von Europa öffnet seine Pforten noch diesen März in Zürich. Bis zu zehn Spieler können auf 500m2 simultan in virtuelle Welten eintauchen und gemeinsam die Spiele «Das Wasser des ewigen Lebens» oder «Biohazard» bestreiten. In der Lounge der Arena wird man allerlei weitere VR-Technologien testen können. Zudem besteht das Ziel nicht darin, eine «Spielhölle» für Gamer zu gestalten, sondern einen Erlebnisraum für alle zu schaffen. Es soll deshalb auch möglich sein, die Arena für Events, Showrooms oder Anlässe zu mieten.
Patent zeigt schlankes VR-Headset von Apple
Ein bereits 2017 eingereichtes, aber diese Tage vom United States Patent Office veröffentlichtes Patent von Apple zeigt einen Ansatz, wie man schlanke VR-Headsets herstellen könnte. Das Patent beinhaltet auch Beschreibungen für Eye-Tracking. Auch wenn es nur ein Patent ist, zeigt es auf dass auch Apple VR ernst nimmt, auch wenn das Unternehmen zurzeit stark auf Augmented Reality setzt.
Virtueller Klassentausch zwischen Deutschland und China
Eine Rosenheimer Schule hat sich 15 Headsets angeschafft und werden nun dazu eingesetzt, die SchülerInnen virtuell nach China zu teleportieren. Möglich ist dies, indem die beiden Klassen jeweils 360°-Videos von sich selbst erstellen und der weit entfernten Klasse zuschicken. Die Schule möchte mit diesem Pilotprojekt auch herausfinden, ob ein solcher virtueller Klassentausch allen Beteiligten etwas bringt.
Iron-Man-Helm mit AR-Funktion
Der Spielzeughersteller Hasbro hat eine Nachbildung des Helms von Iron Man vorgestellt – als Teil der Merchandisings zum im Mai 2018 kommenden Film «Avengers: Infinity War». Die Maske synchronisiert sich mit einem Smartphone und Sensoren, welche man im Raum verteilt und auch an den Händen montiert. Dann startet die Experience, in welcher man sich im Marvel-Universum gegen allerlei Bösewichte zur Wehr setzen muss.
Neuer VR-Controller simuliert Gewicht
Für noch mehr Realismus in Virtual Reality soll ein Controller-Aufsatz für die Vive sorgen. Der Nyoibo genannte Mod wurde vom 3D-Designer Manuel Rosado entwickelt und soll das physikalische Verhalten von Gegenständen in VR simulieren. Das Konstrukt sieht noch sehr nach Prototyp aus, könnte aber die Haptik in VR-Anwendungen in Zukunft definitiv verbessern und damit auch die Immersion steigern.
Beeindruckende Grafikdemo zur Unreal Engine
Die Unreal Engine 4 von Epic Games wird neben Unity oft für die Produktion von VR-Experiences eingesetzt. Um zu zeigen, welche grafische Qualität mit der aktuellen Version möglich ist, hat der 3D-Designer Rens de Boer eine mit Photogrammetrie erstellte Umgebung geschaffen, die in Echtzeit abläuft und sehr realistisch aussieht. Wer sehen möchte, wie Games oder VR-Experiences schon in naher Zukunft aussehen könnten, sollte folgendes Video schauen: