In den nächsten Monaten werden wir wieder mehr Zeit zuhause verbringen. Die New York Times bietet Unterstützung: «Running out of fun things to do at home? The new generation of VR headsets is surprisingly approachable, with games for players of all ages.» Während die aktuelle Generation (zum Beispiel die Oculus Quest 2) schon ein überzeugendes VR-Erlebnis bietet, zeigen die News dieser Woche, wohin die Reise in Sachen XR-Displays geht.
«It’s time to try virtual reality. Here’s where to start.»
In einem Artikel der New York Times ruft das Blatt die Leserschaft dazu auf, Virtual Reality nun selbst auszuprobieren. Die Autorin argumentiert, dass die Hardware und Software nun auf einem Stand ist, welche eindrückliche Experiences zuhause ermögliche und 2020 ohnehin das Jahr sei, in welchem man zuhause mal was Neues ausprobieren sollte. Sie macht dann auch gleich ein paar Vorschläge für Experiences, die man testen soll.
Corning und Pixelligent entwickeln Gläser für AR-Displays
Die Firma Corning ist bekannt für das als «Gorilla Glass» bekannte, kratzfeste Glas, welches auch Apple für die iPhones einsetzt. Nun tut sich das Unternehmen mit dem Display-Spezialisten Pixelligent zusammen, um an Optiken für kommende AR-Displays zu arbeiten. Da sind auch die Berichte und Gerüchte nicht weit, wonach sie auch für Apples kommende AR-Brille produzieren.
Lenovo verkauft in Zukunft Varjo-Produkte
Das finnische Unternehmen Varjo bietet XR-Brillen mit höchster Qualität in Sachen Auflösung und Eye-Tracking. Nun spannt Varjo mit Lenovo zusammen, das den Vertrieb der Brillen übernehmen wird, wobei gleich komplette und zertifizierte Arbeitsstationen bestehend aus Rechner und XR-System angeboten werden.
Samsung entwickelt mit Stanford University hochauflösende Displays
Um in Zukunft hochauflösende XR-Experience anbieten zu können, geht Samsung eine Partnerschaft mit der Stanford-Universität ein: Die Koreaner haben angekündigt, zusammen mit den Akademikern OLED-Displays mit einer Auflösung von 10’000PPI zu entwickeln. Zum Vergleich: Das neue iPhone 12 hat ein Display mit etwa 460 PPI.
VR hilft in der Remote-Psychotherapie
Die Universität in Kent hat in einer Studie untersucht, welchen Mehrwert Virtual Reality in der Psychotherapie für Ernährungs-Probleme bringen kann. Sie untersuchten, wie Patienten in einem Multiuser-Setting (also einer geteilten virtuellen Umgebung mit dem Berater) reagieren. Dr. Jim Ang vom Research Center on Interactive Media dazu: «Without the issue of judgment, which people can fear in advance of even seeking medical advice, VR can give people the confidence to engage with and embrace medical advice. In terms of the technical capabilities, the potential for VR to aid in remote non-contact medical appointments between patients and practitioners is huge, due particular consideration in times of pandemic.»
Startup zeigt virtuelle Screens ohne Brille
Das Startup Brelyon arbeitet an Screens, welche die Immersion von VR-Brillen und die Auflösung und Genauigkeit von bestehenden Bildschirmen verknüpft. Sie arbeiten damit mit einem Lichtfeld-Monitor. CEO Heshmat stellte das Display bei einem TEDx Talk vor:
Spotify lanciert WebAR-Experience für Sam Smith Promotion
Das neue Album von Sam Smith mit dem Titel «Love Goes» wird mithilfe von Augmented Reality im Web vermarktet. Zur Singleauskopplung «Diamonds» kann man ein durch Volumetric Capture entstandenes Hologramm von Sam Smith mittels AR zu sich nach Hause holen. Die Miniversion von Sam Smith tanzt dabei auf Artwork, welches direkt in Spotify angezeigt wird. Ausprobieren kann man es hier.
Virtual Reality in der unternehmerischen Ausbildung: Trend nach oben
In der betrieblichen Weiterbildung werden in Zukunft die Bereiche «Learning on the job» sowie Präsenz-Seminare an Wichtigkeit abnehmen. Webinare (+42%), Lernvideos (+36%) und Virtual Reality (+27%) sind bei einer Befragung in einer 5-Jahres-Perspektive diejenigen Bereiche, welche am stärksten zunehmen werden.
Schweiz: virtuelle Läden aus Konsumentensicht spannend
Im Rahmen einer Untersuchung der Universität St. Gallen haben die Forscher des Forschungszentrums für Handelsmanagement der HSG untersucht, wie die Pandemie den Schweizer Handel beeinflusst. Aus Konsumentensicht sind Selbstservice-Laden an erster, und virtuelle Läden mit 27% der Befragten die meistgenannten Möglichkeiten, über welche Konsumenten informiert werden möchten.
Fusion Arena in Kreuzlingen eröffnet
Die dritte Fusion Arena hat kürzlich ihre Pforten in Kreuzlingen eröffnet. Im Einkaufszentrum Karussell kann man sich in Gruppen in die virtuellen Abenteuer stürzen.
Pokemon Go: SpielerInnen sollen Welt scannen
Mit einer neuen Spielfunktion bringt der Hersteller Niantic SpielerInnen von Pokemon Go dazu, die sogenannten Pokéstops in der Echtwelt zu scannen. Mit dem Smartphone scannt man also Brunnen, Statuen oder andere interessante Orte und lädt diese Daten hoch, um eine Belohnung zu bekommen. Niantic nutzt diese Daten, um hoch aufgelöste digitale Zwillinge dieser Orte – und auf lange Frist der ganzen Welt – zu generieren. Dies gilt auch als Grundlage der geolokalisierten AR-Cloud, zu der sich die grossen Techfirmen ein Wettrennen liefern.