Ob Marketing oder Ausbildung: Die News der letzten Woche zeigen, dass immer mehr Unternehmen und Institutionen auf Virtual Reality setzen. Auch Facebook verstärkt seine Bemühungen und ist derzeit auf der Suche nach 443 neuen Mitarbeitern für seine VR-Tochter Oculus.
VR simuliert Ablenkungen beim Autofahren
Die Williamson County Schools im amerikanischen Tennessee gründeten vor zwei Jahren eine «safe driving task force» um tödliche Autounfälle zu verhindern. Nun wurde für die Schule VR-Systeme angeschafft, auf welchen mittels einer Virtual-Reality-App erlebt werden kann, wie sich Ablenkungen wie Smartphones oder der Konsum von Alkohol auf die Konzentration auswirken. Die Schülerinnen und Schüler fahren deshalb in der Simulation Auto und können so hautnah erleben, wie gefährlich diese Faktoren sind.
Schweizer Startup zeigt Kamerasystem, welches Nutzer in VR bringt
Das Schweizer Startup Imverse hat im Rahmen des Sundance Film Festivals ein Kamerasystem vorgestellt, welches Menschen in Echtzeit und in 3D filmt und in die virtuelle Welt überträgt. Damit sehen Nutzer sich selbst in VR, was zu einer grösseren Presence führt – also dem Gefühl, sich tatsächlich in dieser virtuellen Welt zu befinden. Das System ist noch ein Prototyp, zeigt aber schon sehr gut auf, wie volumetrisches Video mit VR gekoppelt werden kann.
Die Raiffeisenbank der Zukunft dank VR erleben
Im Rahmen eines Workshops hat sich die Raiffeisenbank damit beschäftigt, wie die Filialen in Zukunft aussehen könnten. Um ein besonders realitätsnahes Verständnis der Räume zu haben, wurden Visualisierungen in 360° erstellt, durch welche man sich in einem Rundgang bewegen kann. Diese 360°-Tour wurde für die Integration im Web, Cardboards und die GearVR entwickelt.
Facebook stellt Ganzkörper-Tracking mit Smartphone-Kamera vor
Facebook bietet seit Kurzem in seiner App AR-Filter an, mit welchem man sein Gesicht passgenau mit allerlei digitalen Spielereien erweitern kann – wir haben letzten Dezember für Jägermeister einen solchen Filter umgesetzt. Nun hat das Unternehmen eine Technologie vorgestellt, mit welcher man in Zukunft nicht nur das Gesicht, sondern den ganzen Körper tracken kann. Das soll nicht nur Spielerei sein, sondern beispielsweise auch dazu dienen, Gesten zu erkennen.
Quechua verkauft Zelte mit Virtual Reality
Der Outdoor-Spezialist Quechua bietet seinen Kunden eine besondere Verkaufs-Experience: In einer VR-App für die HTC Vive können nicht nur die Zeltmodelle in verschiedenen Szenarien (Wüste, Wald) angeschaut, sondern auch das Wetter gewählt werden. Dazu erhalten die Kunden Informationen zu den Modellen.
Oculus will massiv wachsen
Gegen Ende 2017 hat sich die Zahl der offenen Jobs bei der Facebook-Tochter Oculus nahezu verdreifacht. Aktuell sind in den 15 Oculus-Filialen 443 Jobs zu vergeben. Gemäss einem Pressesprecher zeigt dies, wie wichtig Virtual und Augmented Reality für Facebook sind: «Overall, the growing number of job openings across AR and VR are an indication of the level of commitment that Facebook/Oculus is making in the VR space.»
Pepsi bringt ikonische Werbespots als VR-Experience
Wie Adweek berichtet, möchte Pepsi eine VR-Experience schaffen, welche die Nutzer inmitten von ikonischen Superbowl-Werbungen des Getränkekonzerns platziert. Es handelt sich dabei um den Spot mit Cindy Crawford aus dem Jahr 1992 sowie die Werbung aus dem Jahr 1998 mit dem Rennfahrer Jeff Gordon. So soll es beispielsweise möglich sein, in der Experience die Werbung aus Sicht von Gordon zu erleben. Schon Anfang Jahr hatte Pepsi an der CES für seine Marke Gatorade ein VR-Game vorgestellt.