VR- und AR-Technologie wird dann für den Massenmarkt spannend, wenn sie nicht klobig und nerdig aussieht. Deshalb sieht die Datenbrille «Focals» von North aus wie eine ganz normale Brille, die auch ein Hipster tragen würde. Und deshalb arbeiten die ETH und EPFL an einem VR-Handschuh, der nur 8 Gramm schwer ist – und vielleicht irgendwann auch als schickes Accessoire verkauft werden kann.
North lanciert Smart Glasses für den Massenmarkt
In den letzten Jahren sind mehr und mehr AR-Brillen auf den Markt gekommen – doch es war noch kein Gerät dabei, mit dem modebewusste Städter sich auf die Strasse trauen würden. Mit den «Focals» des kanadischen Unternehmens «North» könnte sich das nun ändern. Die Brille wird mit einem Fingerring bedient, ist mit dem Smartphone verbunden und projiziert Informationen wie Mitteilungen, Wettervorhersagen oder Navigationsangaben auf das Brillenglas – so, dass es nur der Brillenträger sehen kann. Die Brille kann ab sofort für 1000 US-Dollar vorbestellt werden.
Ultraleichter VR-Handschuh von ETH und EPFL
Die Zürcher ETH und die Lausanner EPFL haben gemeinsam einen haptischen Handschuh entwickelt, mit dem virtuelle Objekte «berührt» werden können. Der Handschuh mit dem Namen DextrES wiegt weniger als acht Gramm und gibt seinem Träger ein realistisches haptisches Feedback, wenn er in Virtual Reality mit Objekten interagiert. «Unser Ziel war es, ein leichtgewichtiges Gerät zu entwickeln, das – anders als bestehende Virtual-Reality-Handschuhe – kein sperriges Exoskelett, Pumpen oder sehr dicke Kabel benötigt», erklärt Herbert Shea, Leiter des Soft Transducers Laboratory der EPFL.
Medizinisches Trainingscenter setzt ganz auf VR
Die kanadische Queen’s University plant ein Trainingszentrum für Mediziner, das ganz auf Virtual Reality setzt. «There was a time when physicians performed their first procedures and did the majority of their learning on patients,» sagt Dr. Dan Howes, Direktor des Health Sciences Clinical Simulation Center der Queen’s University. «Virtual reality offers exciting new opportunities for us to realistically simulate a wide range of clinical situations. We want learners to make all their beginner mistakes in the virtual environment, not on real patients.»
Macy’s rollt VR-Shopping im grossen Stil aus
Der grösste amerikanische Warenhausbetreiber plant, in 90 Stores VR-Stationen einzusetzen. Mit der «Macy’s VR Furniture Shopping Experience» können Kunden zuerst einen zweidimensionalen Grundriss zeichnen, aus dem ein 3D-Raum generiert wird. Darauf kann darin nach Lust und Laune dekoriert und möbliert werden, indem die Produkte von Macy’s virtuell eingefügt und in VR angeschaut werden können. Damit kann Macy’s weit mehr Produkte wie früher zeigen und benötigt weniger physische Ausstellungsfläche. Dem Kunden bietet sich mittels VR die Möglichkeit, vor dem Kaufentscheid ein realistischeres Bild zu haben, schnell Anpassungen zu testen und besser abzuschätzen, ob Farben und Muster in Einklang sind.
Der Vatikan lanciert ein AR-Game
Mit dem von «Pokémon Go» inspirierten Augmented-Reality-Spiel «Follow JC Go» können Jugendliche mit einer iOS-/Android-App virtuelle Abbilder von Heiligen sammeln. Wer einem virtuellen Heiligen begegnet, der muss Quizfragen über diesen beantworten, bevor dieser der Sammlung des Benutzers hinzugefügt wird. Zusätzlich misst die App die Flüssigkeitszufuhr, die Ernährung und die Anzahl Gebete. So solle «die körperliche und geistige Gesundheit gefördert werden». Mittels der Spielwährung kann zudem für wohltätige Zwecke gespendet werden.