Während die SWISS eine CS300-Maschine mit einer Speziallackierung zum Fête des Vignerons ausstattet, welche mit einer AR-App zum Leben erweckt wird, nutzt Airbus die HoloLens zum Bau neuer Flugzeuge. Niantic veröffentlicht den Nachfolger zum AR-Spiel Pokemon Go und in der Youtube-App wird man in Zukunft ebenfalls AR-Filter nutzen können. Doch auch VR wird vielseitig eingesetzt, zum Beispiel für die Digitalisierung von archäologischen Stätten in Ägypten, Einweisungen in Umspannwerken bei E.On oder um die Mona Lisa im Louvre auch ohne Glasvitrine zu betrachten.

 

Die Swiss setzt auf AR

Die Fluggesellschaft hat zu Ehren der «Fête des Vignerons» eine AR-App für Smartphones entwickelt, mit welcher man ein vom Künstler Mathias Forbach bemaltes Flugzeug zum Leben erwecken kann. Dazu scannt man mit der Avion SWISS App die spezielle Lackierung und erfährt dabei etwas über die Entstehungsgeschichte des Weinfestes in der Westschweiz. Mehr Informationen gibt es auf der offiziellen Seite.

Airbus und Microsoft nutzen HoloLens für Flugzeugbau

Der Flugzeugbauer Airbus setzt für die Entwicklung der künftigen Flugzeuge auf die HoloLens von Microsoft. In einer ersten Kollaboration wird der Nutzen der MR-Brille für Training, Design und Konstruktion evaluiert. Head of Operations bei Airbus Defense und Space, Barbara Bergmeier meinte dazu: «By having the right information at the right time in hands-free mode, not only does quality increase, but also safety, and this is what we are looking for. Quality without consideration of the well-being of our workers is not possible.»

E.ON nutzt VR für die Einweisungen in Umspannwerken

Der Netzbetreiber E.ON hat ein Umspannwerk in Niederbayern komplett in VR nachgebaut. So kann nicht nur das ganze Werk besichtigt werden, sondern auch die wichtigsten Informationen vermittelt werden. Ziel ist es, die obligatorischen Einweisungen von Partnerfirmen so in VR durchzuführen und den Fahrtweg zu sparen. Das Unternehmen plant, auch die restlichen rund 750 Umspannwerke nachzubauen und erhofft sich dabei jährliche Einsparungen von 800 bis 1000 Fahrstunden.

Neues Spiel der Pokemon-Go-Macher startet diesen Freitag

Niantic ist der Entwickler hinter dem AR-Game Pokemon Go, welches im Sommer 2016 zu einem Massenphänomen avancierte. Rund drei Jahre später erscheint nun das neue Spiel, welches wieder auf eine bekannte Franchise setzt: das neue Spiel Harry Potter: Wizards Unite spielt im namensgebenden Harry-Potter-Universum. Das Spielkonzept ist ähnlich: Das Spiel nutzt Orte in der realen Welt, um dort im Spiel digitale Figuren und Artefakte zu platzieren. Wie auch Microsoft mit ihrer kürzlich angekündigten AR-Version von Minecraft verfolgt Niantic mit dem Spiel weitere Ziele: sie lassen die Spieler sehr exakte AR-Landkarten generieren, die als Grundlage für weitere Entwicklungen dient.

Das Louvre öffnet die Glasvitrine der Mona Lisain Virtual Reality

Das bekannte Pariser Museum erlaubt es seinen Gästen seit Kurzem, hinter die Glasvitrine der Mona Lisa zu treten, welche das Gemälde vor den täglich rund 20’000 Besuchern schützt. In der VR-Experience “Mona Lisa: Beyond the Glass” können die Besucher nun sehr nah an das Gemälde herantreten. Der Vorteil: dies kann man auch ohne vor Ort zu sein: die Experience wird über den Viveport-Store von HTC sowie im Oculus-Store angeboten.

Wie VR Flüchtlingen in Jordanien helfen soll

In Jordanien leben über 600’000 Syrische Flüchtlinge. Die Organisation Mercy Corps und die University of Bradford möchten mittels VR diesen Leuten helfen, sich mit ihrem Heimatland zu verbinden. Gerade jüngere Menschen kennen Syrien nur im Kriegszustand, weshalb in den VR-Inhalten kulturelle Stätten, Geschichten oder Familienfotos gezeigt werden. Simon O’Connell, Executive Director bei Mercy Corps meint dazu: «We’ve seen first-hand the impact that VR can have on a Syrian mother who has been displaced from her home for many years. Being able to return virtually to that home, experience it in some way again, which helps her deal with the trauma of war, is powerful and important.»

Ägypten digitalisiert archäologische Stätten für VR

Um den Tourismus-Sektor zu stärken investiert Ägypten rund 50 Millionen Ägyptische Pfund (rund 2.7 Millionen Euro) in die Digitalisierung von archäologische Stätten. Damit können die Funde nicht nur auf einer digitalen Karte vermerkt, sondern mittels VR auch besucht und betrachtet werden.

Youtube setzt neuerdings auch auf AR-Effekte

Die aus Snapchat und Facebook bekannten AR-Effekte und -Filter werden rege genutzt, und so verwundert es nicht, dass nun auch Youtube nachzieht. In der Youtube-App kann ein AR Beauty Try-on Knopf betätigt werden. Damit teilt sich das Video in zwei Teile. Im einen Bereich kann man weiterhin einer Vloggerin zuschauen, im anderen Fenster sieht man sich selbst und kann virtuellen Lippenstift auftragen. Zurzeit ist der Filter ausgewählten Influencern vorbehalten.

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