Gestern fand der dritte Schweizer Digitaltag statt. An zwölf Standorten im ganzen Land informierten sich über 270’000 Besucher über die Digitalisierung. Virtual und Augmented Reality waren dabei ein grosses Thema: Nicht nur eine riesige Zwingli-Statue hatte eine VR-Brille auf dem Kopf, sondern auch zahlreiche Besucher an den Ständen von verschiedenen Unternehmen und Organisationen. Aber auch im Ausland sind VR und AR ein heisses Thema, wie die News dieser Woche zeigen.
Ubisoft baut ein VR-Team auf
Der französische Spielehersteller und -publisher baut für ein noch nicht näher angekündigtes VR-Spiel ein Team von 50 Entwicklern auf. Dies ist deshalb spannend, da es sich bei Ubisoft um einen der grössten Publisher im Spielebereich handelt, unter anderem mit den Markten Assassins Creed, Splinter Cell, Far Cry oder Spiele aus dem Tom-Clancy-Universum.
Neue Hinweise auf Apples AR-Brille
Im Code einer neuen Betaversion des Mobile-Betriebssytems iOS 13 wurden Hinweise darauf gefunden, dass Apple weiterhin an einem AR-Headset arbeitet und entsprechende Software bereits in Entwicklung hat. Gemäss einem weiteren Bericht arbeitet Apple auch an einem Bluetooth-Tracker, der an wertvolle Objekte angebracht werden kann. Verliert man diese, kann man sie mittels Augmented Reality wieder aufspüren. Bei der Apple-Keynote am 10. September werden diese Geräte aber wohl noch keine Rolle spielen – im Zentrum wird die neue iPhone-Generation stehen.
Virtual Reality wird vermehrt in der Physiotherapie eingesetzt
In den USA nutzen jedes Jahr rund 9 Millionen Personen Physiotherapie-Angebote. Die Anbieter setzen dabei immer häufiger auch auf Virtual Reality. Dies soll nicht nur Spass und damit Motivation bringen, sondern dank akribischer Datenerfassung auch helfen, die Therapie stetig zu verbessern. Zudem erlaubt es VR, Bewegungstherapien auch zu Hause fortzusetzen.
Den Hamburger Hafen in Virtual Reality erleben
Das Hafenmuseum in der Hansestadt lockt seit Kurzem mit einem neuen XR-Angebot: auf rund 300 Quadratmetern kann in einer XR-Erlebniswelt namens Discovery Dock mittels AR und VR in die Hafenwelt eingetaucht werden.
Bugatti: schnellerer Design-Prozess dank VR
Die Luxuswagenhersteller aus Italien hat bei der Erstellung des neuesten Modell «Centodieci» dank Virtual Reality den Design-Prozess stark verbessern können. Der Design Director bei Bugatti, Achim Anscheidt meint dazu: «It doesn’t take me one and a half years anymore. It takes half a year with Virtual Reality, VR goggles.» In der von Bugatti verwendeten VR-Umgebung konnten mehrere Personen um ein lebensgrosses Modell stehen oder sogar hinein sitzen, um Anpassungen sehr realitätsnah zu besprechen.
VW kauft Anteile eines AR-Spezialisten
Der Volkswagen-Konzern hat sich am deutschen Unternehmen SeeReal beteiligt, welches unter anderem Hologramm-Technologie für Augmented Reality entwickelt. Ziel ist es, mittels AR-Einblendungen im Auto der Zukunft Gefahren besser zu erkennen, analoge Anzeigen zu digitalisieren und auch die Unterhaltungsangebote in Fahrzeugen zu verbessern.
UK-Startup scannt über hundert Städte in 3D
Mit dem Aufkommen den Begriffen «Digital Twin» oder «Mirrorworld», welche eine digitale Kopie einer Umgebung oder ganzen Stadt umschreiben, gibt es auch vermehrt Unternehmen, welche sich auf das «Kopieren» dieser Städte fokussiert. Nebst dem Zürcher Startup Nomoko hat auch das UK-Startup Scape damit begonnen, Städte in 3D zu scannen. Diese 3D-Modelle können auch dazu verwendet werden, AR-Anwendungen sehr exakt im physischen Raum zu verorten.
Virtual Reality: Sicherheitstraining im Strassenverkehr
Im Rahmen der Kampagne «Share The Road» setzt Ford auf eine VR-Experience, in welcher man aus der Perspektive von Auto- und Fahrradfahrern das Fehlverhalten der anderen Partei hautnah erleben kann – um in Zukunft solches Verhalten selbst zu vermeiden. Auch die ÖBB hat auf den Schulanfang in Österreich hin eine VR-Experience lanciert, welche in Bildungseinrichtungen genutzt wird und mit einem Schockeffekt sensibilisieren möchte:
Effizientes Onboarding dank Virtual Reality bei Thermo Fisher
Das amerikanische Biotech-Unternehmen Thermo Fisher Scientific setzt beim Onboarding von neuen Mitarbeitenden auf Virtual Reality. Damit konnte die benötigte Zeit für die Einarbeitung neuer Mitarbeitenden von einem Jahr auf vier Monate reduziert werden.