In einer Studie stellt der deutsche Ableger des Beratungsunternehmens PricewaterhouseCoopers (PwC) fest, dass VR in Deutschland ein «Senkrechtstarter» ist und schätzt für die Technologie in den nächsten fünf Jahren ein jährliches Wachstum von 30.4 Prozent – insbesondere in den Bereichen Gaming und Video. Dass Virtual Reality aber auch ausserhalb der Unterhaltung immer relevanter wird, zeigen aktuelle Newsmeldungen aus dem Trainings-, Design- und Präventionsbereich.
Weshalb Fortune 500 Unternehmen auf Virtual-Reality-Training setzen
In einem Bericht der CNBC wird darauf eingegangen, weshalb Boeing, UPS und Walmart auf Mitarbeiter-Training in Virtual Reality setzen. Die Hauptgründe liegen einerseits in einer sehr hohen Retention – Menschen können sich also viel besser an Lerninhalte erinnern als beispielsweise durch Lesen. Andererseits ist es sehr kostengünstig, weil es nicht nur Trainings-Räume, sondern vor allem auch Reisekosten spart, wenn man ort- und zeitunabhängig und dennoch sehr realistisch trainieren kann. Weshalb auch wir von Bandara denken, dass VR den Ausbildungsbereich revolutioniert, haben wir einem Blogpost erläutert.
Microsoft lanciert Prototyping-Software für VR
Das Ziel der Maquette genannten Applikation ist es, «Spatial Prototyping» möglichst einfach machen. Designer haben die Auswahl aus zahlreichen Formen und Werkzeugen, um 3D-Szenen und 3D-Modelle zu kreieren. Die Software ist aktuell im Beta-Stadium, für einen Zugang anmelden kann man sich hier.
Mit VR Depressionen bei Jugendlichen bekämpfen
Dass Virtual Reality die Empathie zu anderen Menschen steigern kann, hat kürzlich eine Studie bewiesen. In Singapur hat die Non-Profit-Organisation «TOUCH Community Services» eine Virtual Reality Experience entwickelt, welche es Jugendlichen erlaubt, zu erleben, wie sich Freunde oder Klassenkameraden mit einer Depression fühlen – und so Verständnis und Empathie zu schaffen.
Gestensteuerung für AR-Applikationen
Crunchfish ist eine schwedische Technologie-Firma, welche sich auf das Erkennen von Gesten spezialisiert hat. Nun haben die Entwickler eine Lösung vorgestellt, mit welcher sehr intuitiv mit AR-Inhalten interagiert werden kann: mit einfachen Handgesten. Teure AR-Brillen wie die HoloLens haben solche Gestenerkennung bereits integriert, die vorgestellte Lösung soll mit jeder AR-Brille funktionieren.
China investiert stark in VR und AR
In der chinesischen Provinz Jiangxi wird ein Förderprogramm gestartet, welches AR- und VR-Unternehmen anlocken soll. Insgesamt steht dazu fast eine halbe Milliarde US-Dollar zur Verfügung. Ziel ist es, die Stadt Nanchang als führende Stadt für AR- und VR-Entwicklung zu machen. Sogar Partei- und Staatschef Xi Jinping verlas eine Botschaft, nach welcher VR in China künftig in allen Lebensbereiche des Alltags eine Rolle spielen werde.
Magic Leap stellt realistischen AI-Assistenten Mica vor
Auf der ersten Ausgabe der hauseigenen Entwicklerkonferenz «Leapcon» zeigte Magic Leap unter anderem eine AI-Assistentin, welche als 3D-Modell in die eigene Umgebung integriert werden soll. Grosses Aufsehen generierte die Präsentation vor allem deshalb, weil der Realismus-Grad der «Mica» benannten Assistentin sehr hoch ist. Ziel ist es mit «digital human representations» sehr realistische Avatare zu generieren, die mittels Artificial Intelligence auch Mimik, Gestik und Körpersprache beherrschen.
AR-System für OP-Vorbereitungen erhält FDA-Freigabe
Novarad hat mit OpenSight ein AR-System basierend auf der HoloLens von Microsoft entwickelt, mit welchem man Operationen sehr exakt planen kann und auch während OPs eingesetzt wird. So sieht man dank AR beispielsweise die exakte Position eines nötigen Eingriffs. Dieses System erhielt nun eine FDA-Freigabe, was bedeutet, dass es im täglichen Einsatz im klinischen Umfeld eingesetzt werden darf. Der CEO von Novarad Dr. Wendell Gibby meint dazu: «This is transformative technology that will unite preoperative imaging with augmented reality to improve the precision, speed and safety of medical procedures. This internal visualization can now be achieved without the surgeon ever making an incision, improving outcomes in a world of more precise medicine.»
Unreal Engine Entwickler Epic Games erhält 1,25 Mia US-Dollar
Wenn es um die Erstellung von AR- und VR-Inhalten geht, kommt man fast nicht um die beiden Platzhirsche im Bereich der Game Engines herum: Auf der einen Seite Unity, auf der anderen Seite die Unreal Engine. Epic Games, die Entwicklerin hinter letzterer Software, hat sich nun ein riesiges Investment gesichert: in einer Finanzierungsrunde kamen 1,25 Milliarden US-Dollar zusammen, zu den Investoren gehören Risikokapitalgeber wie Tencent und Disney. Der Firmengründer von Epic Games Tim Sweeney geht davon aus, dass bis 2030 vier Milliarden Menschen AR und VR nutzen werden.
Facebook arbeitet an einer AR-Brille
Facebooks Head of Augmented Reality Ficus Kirkpatrick hat in einem Interview mit TechCrunch bestätigt, dass Facebook an einer AR-Brille arbeite. Dies kommt nicht überraschend, da Mark Zuckerberg im April 2017 schon ankündigte: «We all know where we want this to get eventually, we want glasses».