Bereits 2015 dachten wir, dass Virtual-Reality-Brillen bald den Massenmarkt erobern werden. Wie so oft bei neuen Technologien dauerte es ein bisschen länger. (Smartphones gab es beispielsweise auch schon mehrere Jahre, bis Apple mit dem iPhone den Markt eroberte.) Glaubt man den Aussagen von Mark Zuckerberg, könnte es aber jetzt soweit sein – denn die Oculus Quest 2 sei «on track to be the first mainstream virtual reality headset».
Quest 2 verkauft sich gut, Quest 3 ist unterwegs
Im «Earnings Call» zu den letzten Quartalszahlen äusserte sich Facebook-CEO Mark Zuckerberg sehr positiv über das VR-Business des Unternehmens: «In previous quarters I’ve talked about our long-term future goals when it comes to virtual reality, but I think that this quarter’s results show that this future is here.» Die guten Verkaufszahlen der Oculus Quest 2 haben einen wichtigen Anteil an den 885 Millionen, die Facebook ausserhalb des Werbegeschäfts eingenommen haben. Zudem gab Zuckerberg bekannt, dass die nächste Generation der Quest bereits in Arbeit sei.
Die neue AR-Brille von Magic Leap kommt im Q4
Bei einer Konferenz in Riad sprach Magic-Leap-Chefin Peggy Johnson über die zweite Generation des hauseigenen Headsets: Die Weiterentwicklung der Magic Leap One komme noch 2021 auf den Markt und sei 50% kleiner und 20% leichter als die erste Generation, während das Sichtfeld um 100% breiter werden soll.
Mit VR gegen häusliche Gewalt
Der Spiegel berichtet darüber, dass in der Coronakrise die häusliche Gewalt steigt – und dass Technologien wie Virtual Reality helfen können, die Täter zur Einsicht zu bringen. Als Beispiel wird ein Gefängnis in Nordspanien genannt, wo Insassen mit der VR-Brille die Perspektive eines Opfers einnehmen können – und so Empathie entwickeln. Es gebe dabei sogar Gefangene, die sich die VR-Brille vom Kopf reissen, weil sie das Erlebnis so aufwühlt, berichtet der Gefängnispsychologe Nicolás Barnes: «Es ist etwas ganz anderes, als Gewalt theoretisch zu besprechen.»
Physna will zum Google für die 3D-Welt werden
Das Startup Physna will die physische und die digitale Welt verbinden – und setzt dafür auf eine neuartige Technologie, um 3D-Objekte zu erkennen. Das ist insbesondere auch für Spatial Computing (AR/VR) spannend, damit z.B. AR-Applikationen intelligenter werden. Gründer Paul Powers schildert ein Beispiel, wozu die Physna-Technologie bald fähig sein könnte: «We shatter a vase and with the vase shards we can show you how the pieces fit back together.» Diese Aussichten waren verschiedenen Venture-Capital-Firmen eine Investition von 20 Millionen Dollar wert.
Lego nutzt AR für Musikvideo-Spielzeug
Mit Vidiyo bringt Lego ein neues Spielzeug auf dem Markt, mit dem man seine eigenen Musikvideos und Dance-Clips kreieren kann. Um ein Vidiyo zu erstellen, wählt man einen Song und scannt dann eine Lego-Figur und ein Lego-Teilchen namens «BeatBit», welches AR-Effekte auslöst.