Gestern hat Apple seine neusten Smartphones vorgestellt – und gleichzeitig seine AR-Ambitionen unterstrichen: Sowohl das iPhone 8 als auch das iPhone X kommen mit für AR kalibrierten Kameras. Im iPhone X gibt es zudem einen 3D-Sensor auf der Frontseite, der zunächst für die Gesichtserkennung genutzt wird, in Zukunft aber interessante AR-Anwendungen ermöglichen wird.
iOS 11 kommt am 19. September, das iPhone X am 3. November
Apples neues Flaggschiff-Smartphone, das iPhone X (ausgesprochen «iPhone 10»), kommt mit einem riesigen Screen und ohne Homebutton. Das Gerät kann ab dem 27. Oktober vorbestellt werden (Preis ab 999 US-Dollar) und wird ab dem 3. November ausgeliefert. Bereits am 19. September liefert Apple die neue Version seines Mobile-Betriebssystem, iOS 11, aus. Damit werden hunderte Millionen Apple-Smartphones AR-fähig.
Apple stellt neue Augmented-Reality-Apps vor
AR war während der Apple-Keynote immer wieder ein Thema. Alle vorgestellten Smartphones, also das iPhone 8, das iPhone 8 Plus und das iPhone X, sind für Augmented Reality optimiert. Was mit Apples AR-Plattform ARKit möglich ist, zeigte der Tech-Konzern in einigen Demos. Eine der vorgestellten Apps blendet beispielsweise bei Baseballspielen direkt über den Spielern Statistiken ein.
Google zeigt ARCore-Demos aus dem eigenen Labor
Kurz vor der Apple Keynote hat Google ARCore-Demos aus den hauseigenen «Daydream Labs» gezeigt. Das Pendant zu Apples ARKit erlaubt es, die Realität mit realistisch eingebetteten digitalen Inhalten zu ergänzen. Die Beispiele beinhalten Navigationshilfen in Gebäuden, Anleitungen einer Kaffeemaschine oder die Integration von Google Streetview als «Magic Window».
Das VR-Studio Felix & Paul gewinnt Emmy
Die 22-minütige Dokumentation «The People’s House: Inside The White House» des Studios Felix & Paul bringt die Menschen ins Weisse Haus, wo sie auch auf Barack und Michelle Obama treffen. Im November und Dezember 2016 produziert, wurde dieses Jahr nun ein Emmy für die VR-Dokumentation verliehen.
Schweizer Startup zeigt AR-Anwendung für Zahnärzte
Kapanu ist ein Spin-Off der ETH Zürich und hat an der Internationalen Dentalschau in Köln eine AR-Applikation vorgestellt, welche von den Zähnen eines Patienten detaillierte 3D-Aufnahmen macht und dann in Augmented Reality mit den Korrekturen auf das Gesicht gelegt werden kann. So können Änderungen und Verbesserungen deutlicher aufgezeigt werden.
Google Tilt Brush Update bringt Blocks in die App
Mit dem neuesten Update zur beliebten VR-Applikation Tilt Brush von Google wurden einige kleinere Verbesserung eingeführt. Zudem integrierten die Entwickler auch Google Blocks, eine weitere VR-Anwendung von Google, welche das Erstellen von 3D-Modellen erlaubt. So können Modelle von Blocks einfach in Tilt Brush importiert und da Weiterverarbeitet werden.
BBC lanciert BBC Reality Labs für AR- und VR-Forschung
BBC hat bereits 360°-Inhalte und VR-Applikationen entwickelt und publiziert, nun möchte das Unternehmen diese immersiven Inhalte weiter erforschen und hat dazu die BBC Reality Labs gegründet. Eines der erklärten Ziele ist es herauszufinden, wie Webbrowser (unter anderem mit WebVR) dazu verwendet werden können, VR-Inhalte an die Masse zu bringen.
Bombenentschärfung mittels Virtual Reality
Für die Bombenentschärfung werden heutzutage Roboter eingesetzt. Diese müssen aber sehr genau gesteuert werden. Dazu haben nun Forscher des Stanford Research Institute eine Lösung namens Taurus entwickelt, die es Dank VR-Brille und -Controllern erlaubt, diese Steuerung präziser durchzuführen.
Helvetas: Virtual Reality für Strassenfundraising
Damit Spender hautnah erleben wie sich Helvetas in Afrika engagiert hat das NGO mit Bandara in Afrika einen 360°-Film gedreht (Artikel auf horizont.net). Der Film erzählt wie Helvetas einem Dorf zu sauberem Trinkwasser verhalf. «Die Betrachter sind fasziniert und emotional berührt von diesem Erlebnis», lässt sich Christine Bill, Product Managerin Public Fundraising bei Helvetas, in der Mitteilung zitieren. «Und was für Helvetas noch fast wichtiger ist: Sie sehen, was Ihre Spende bewirkt und wie sie einen Beitrag zu echter Veränderung leisten können.»
VR lässt ältere Menschen die Welt bereisen
Das amerikanische Startup Rendever wurde von zwei MIT-Absolventen gegründet und hat sich auf virtuelle Reisen für ältere Menschen spezialisiert. Auf der GearVR können so Senioren von zu Hause aus die Welt bereisen. Die Reaktionen seien überwältigend, meint die «life enrichment director» der Altersresidenz Wingate, Christine Henry: «It’s geared toward the older population but everyone that’s tried it has enjoyed it and has just been blown away. I love their reactions. You can see it in their expressions, they feel like they’ve gone out and traveled to another country. They reach out to the animals because they feel like they can touch them.»