Virtual Reality wird in immer mehr Bereichen eingesetzt. Diese Woche sorgten beispielsweise Anwendungen aus der Erdbebenprävention, aus der Bildung und der Kultur für Schlagzeilen. Und auch für den Umbau des Berner Bahnhofs wurde in der Planung auf VR gesetzt.
Samsung stellt autarke VR-Brille mit Eye-Tracking vor
Im Rahmen des Mobile World Congress Shanghai stellte Samsung einen Prototypen namens ExynosVR III der Öffentlichkeit vor. Das Gerät enthält einen 4K-Bildschirm, der mit 75 Bildern pro Sekunde befeuert wird. Weitere Features sind Inside-Out-Tracking, Eye-Tracking, Gesten- und Spracherkennung. Wann (und ob) das Headset auf den Markt kommt, ist noch nicht klar.
Google experimentiert mit Werbung in Virtual Reality
Wenn VR-Entwickler mit mit ihren Inhalten Geld verdienen wollen, muss irgendwann über Werbung nachgedacht werden. Gemäss Blog-Beitrag hat Googles Experimentier-Abteilung Area 120 nun damit begonnen und forscht an Werbeformaten, die möglichst wenig stören sollen. Die Entwickler sollen die Werbung über ein Unity-Plugin integrieren können. Google will bald mit Tests auf Cardboards, Daydream und Gear VR starten.
Mit VR das richtige Verhalten bei Erdbeben lernen
Der Entwickler Lindero Edutainment hat eine VR-Experience für die HTC Vive entwickelt, in welcher lebensecht das korrekte Verhalten bei einem Erdbeben gelernt werden kann, berichtet VR Room. So geht es darum, die wichtigen Zeichen zu erkennen, die richtigen Sachen zu packen und an einem sicheren Ort Zuflucht zu finden. Das Erdbeben wird in der nachgebauten Wohnung ebenfalls physikalisch simuliert:
Bahnhof Bern wurde mittels Virtual Reality geplant
Der Umbau des Bahnhofs in Bern wird acht Jahre benötigen. Für die Planung dieses Mammut-Projekts haben die Planer auf VR gesetzt: so war es bereits vor Baubeginn möglich, die Unterführungen und Hallen realistisch zu erleben. Der Einsatz von VR half nicht nur dabei, mögliche Barrieren und Hindernisse im Vorfeld zu erkennen, sondern auch Kosten zu sparen, wie 20 Minuten berichtet.
Das neue Apple Maps hat ein AR-Feature
Wie Apple-Fans herausgefunden haben, verfügt Apple Maps in der Beta-Version über ein beeindruckendes Feature, welches die ARKit-Technologie nutzt: Fast wie in Google Earth VR kann man sich durch dreidimensionale Städte bewegen, wobei das Tracking sehr exakt scheint. Sobald man die App aber nur auf dem iPhone oder iPad nutzt, kommt sie in Sachen Immersion aber natürlich nicht an Google Earth VR auf der HTC Vive heran (Video).
Microsoft zeigt die Verbindung zwischen AR und VR
Microsoft zeigte an einer Keynote in Taipei eine Demo, in der Virtual Reality und Augmented Reality verknüpft werden. Dabei trägt eine Person eine VR-Brille und taucht in eine Inselwelt ein. Eine zweite Person trägt eine Hololens und kann sich damit die Insel in die reale Umgebung holen. So können die beiden kollaborativ ein Game spielen, wobei die HoloLens-Trägerin der anderen Spielerin helfen kann, auf der Insel zu navigieren.
VR-Brillen erobern die Klassenzimmer
Google bietet schon seit längerem sein Projekt «Google Expeditions» an, das dank Cardboards und Smartphones erlaubt, virtuelle Klassenfahrten zu unternehmen. Nun möchte ein indisches Startup einen Schritt weiter gehen und verkauft autarke VR-Brillen samt einer integrierten Lernplattform namens «VR Learn». Das auf Android basierte System bietet bereits über 500 Lernmodule für Schüler, wie berichtet wird.
Aber auch für Lehrer werden VR-Experiences entwickelt: an der Universität von Buffalo werden für angehende Lehrkräfte realistische und immersive VR-Experiences erstellt, um den Schulalltag schon vor dem ersten Schultag zu simulieren. «This is meant as a training simulator for pre-service and in-service teachers to garner experience in dealing with situations such as difficult student behaviors, teaching methods, classroom management in general and other activities as needed» wird Professor Richard Lamb zitiert.
Kunstprojekt bringt Syrienkrieg mit MR näher
Der in den USA lebende Pakistaner Asad J. Malik hat unter dem Pseudonym 1RIC eine Mixed-Reality-Experience namens «Holograms from Syria» erschaffen, welche auf der Hololens Szenen aus dem Bürgerkrieg in Syrien in die eigene Umgebung bringt. Bei diesen Szenen handelt es sich um aus den Medien bekannte Foto-Ausschnitte aus dem Krieg, die räumlich eingebettet wurden:
Zerstörtes Weltkulturerbe in VR erlebbar
Die durch den IS zerstörte Oasenstadt Palmyra kann in Konstanz an einer Ausstellung virtuell erlebt werden. Uni-Studierende verschiedener Fachrichtungen und der Hochschule Konstanz haben die Stadt in einer digitalen Nachbildung wieder auferstehen lassen. Das Weltkulturerbe kann durch die Besucher mit VR Brille quer durch die Zeiten erlebt werden und zeigt auch die zerstörte Stadt nach der Eroberung durch den IS.