Immer mehr Unternehmen entdecken die Stärken von Virtual Reality im Ausbildungsbereich: KFC reduziert mit VR die Ausbildungszeit und Audis Logistik-Mitarbeitende erlernen Arbeitsschritte in Virtual Reality.
Im Bereich Augmented Reality sorgt Google für Schlagzeilen. Der Tech-Konzern antwortet auf Apples ARKit mit ARCore, einer AR-Plattform für Android.
Google lanciert eigene AR-Plattform
Nachdem Apple im Juni mit dem ARKit vorgelegt hat, zieht Google nun nach und startet seine eigene AR-Plattform «ARCore». Im Gegensatz zur bereits bestehenden AR-Technologie «Tango» braucht ARCore keine zusätzlichen Kameras oder Sensoren – wie das auch beim ARKit der Fall ist. Aktuell läuft die Technologie auf Googles Pixel-Smartphone und auf dem Samsung Galaxy S8. Google arbeitet mit weiteren Hardware-Herstellern, sodass ARCore bis in den Winter auf 100 Millionen Devices laufen soll.
Gemäss dem Autor von The Verge, der ARCore getestet hat, soll die Technologie in etwa die gleichen Fähigkeiten haben wie ARKit, aber fast noch etwas besser funktionieren.
KFC trainiert seine Mitarbeiter mit einem VR-Game
Die Fastfood-Kette Kentucky Fried Chicken setzt im Training von neuen Mitarbeitern auf Virtual Reality und hat dafür ein Game für die Oculus Rift entwickelt, bei dem man auf spielerische Art und Weise lernt, wie man das Originalrezept von KFC zubereitet. Wie bei Espace-Room-Games ist der Spieler in einem Raum gefangen und kommt erst raus, wenn er seine Aufgabe erfüllt hat – im Falle von KFC ist das die richtige Zubereitung von Chicken. Das Unternehmen gab bekannt, dass mit dem VR-Game neue Mitarbeiter das Rezept innert 10 Minuten lernen – während bis anhin 25 Minuten für die Ausbildung benötigt wurden.
Die VR-Brillen für Windows unterstützen SteamVR
Bald sind die ersten VR-Brillen für Windows für Konsumenten verfügbar. Mit dabei sind Hersteller wie Acer, Asus, Dell, HP oder Lenovo. Der grosse Vorteil der MR-Brillen (wie sie Microsoft nennt) ist, dass sie Raumtracking ermöglichen, ohne dass zusätzliche Hardware (externe Tracker) benötigt wird. Eine erfreuliche Meldung ist, dass Microsoft mit Valve zusammenarbeitet und die neuen Geräte SteamVR unterstützen.
Samsung stellt Galaxy Note 8 und neue Gear VR vor
Das Galaxy Note 7 mit seinem explodierenden Akku war für Samsung alles andere als ein Erfolg, deshalb standen die Koreaner mit dem Nachfolgemodell unter Zugzwang. Das Gerät hat ein 6,3 Zoll grosses Super-Amoled-Display – und damit den grössten Bildschirm aller Samsung-Smartphones. Aus diesem Grund musste auch die Gear VR überarbeitet werden: die neue Version der VR-Brille wurde so vergrössert, dass auch das Note 8 reinpasst. Sonst wurde aber nichts verändert.
Audi: Virtual Reality im Einsatz für die Ausbildung in der Logistik
Der deutsche Autobauer setzt ein interaktives VR-Lernprogramm ein, um seine Logistik-Mitarbeitenden auf spielerische Weise mit dem Verpackungsprozess vertraut zu machen. Verwendet wird die VR-Brille HTC Vive, mit welcher die Mitarbeitenden detaillierte Anweisungen erhalten und darauf in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen das Gelernte sofort umsetzen können. Mit dabei ist ein Trainer mit einem Tablet, der den Trainingsfortschritt überwacht und bei Bedarf weiterhilft.
IKEA setzt auf VR-Einrichtungserlebnis in Deutschland
Der schwedische Möbelhändler hat für den deutschen Markt eine Virtual-Reality-Anwendung für die Oculus Rift vorgestellt. Kunden können in 360° in die virtuelle Ikea-Welt eintauchen und Produkte wie Sofas, Tische oder Küchenzeilen kombinieren. Diese Produkte lassen sich in verschiedenen Varianten und Farben betrachten, sodass der Kunde erkennt, welche Kombinationen harmonieren. Zusätzlich ist es möglich, Wandfarben und Tageszeiten zu simulieren, wodurch die verschiedenen Lichtstimmungen erkennbar sind. Die ausgewählten Produkte können im Anschluss auf das Smartphone für den Kauf vor Ort oder in den Online-Shop übertragen werden.