Microsoft startet Windows VR Plattform
Virtual Reality war bei der Ankündigung von Microsoft gestern ein grosses Thema. Der Software-Gigant hat mit dem “Windows 10 Fall Creators Update” ein VR-Ökosystem vorgestellt. Microsoft bezeichnet die Plattform und die dazugehörigen Brillen von Drittherstellern zwar “Mixed Reality”, jedoch sind zurzeit nur VR-Anwendungen damit möglich. Microsoft hat den Begriff Mixed Reality gewählt, weil sie davon ausgehen, dass Augmented Reality (mit der Hololens) und Virtual Reality verschmelzen werden.
Die Hardware kommt von verschiedenen Herstellern mit einer Preisspanne von $299 bis $530.- und unterscheiden sich in Ausstattung (Controller) und Auflösung. Verfügbare Geräte sind: das ACER Windwos Mixed Reality HMD, Dell Visor, HP Windows Mixed Reality Headset, Lenovo Explorer, Samsung HDM Odyssey und das ASUS Windows Mixed Reality Headset. Alle Geräte sollen Raumtracking ohne externe Sensoren bieten (Inside-Out-Tracking).
Auf der Software-Seite sind nicht nur Anwendungen und Games von Drittherstellen nutzbar, Microsoft hat bereits mit dem letzten Update Programme lanciert, mit denen beispielsweise 3D-Objekte kreiiert, betrachtet und geteilt werden können. Nutzer von Windows 10 haben auch ihr eigenes virtuelles Zuhause in welchem sie beispielsweise Screens oder Videos frei platzieren oder auch im Store Apps downloaden können. Eine Liste von bereits verfügbaren Inhalten hat UploadVR zusammengestellt.
Ziel von Microsoft ist es, VR in den Massenmarkt zu bringen durch Variationen und OS-Integration. Es wird spannend zu sehen sein, inwiefern sich Microsoft und Facebook gegenseitig unterstützen, denn der Konzern von Mark Zuckerberg verfolgt ähnliche Ziele.
Facebook stellt neue Hardware vor – und hat grosse Ziele damit
An der Oculus Connect 4 von letzter Woche hat Mark Zuckerberg in einer rund 15minütigen Keynote Facebooks Pläne in Sachen VR vorgestellt. Nach dem Aufzeigen von einigen Beispielen, wie VR heute bereits eingesetzt wird, kam er auf ein Dilemma zu sprechen: VR-Brillen sind entweder mobil aber wenig performant (z.B. die GearVR) oder aber sehr mächtig, jedoch teuer (z.B: die hauseigene Oculus Rift). Facebook möchte mit einer neu vorgestellten VR-Brille in diese Bresche springen: Die OculusGo genannte Brille soll nicht nur bessere Screens und Linsen aufweisen als eine GearVR, sondern ohne Smartphone nutzbar sein, Handcntroller mitbringen und Kopfhörer bereits integriert haben. Und dies zu einem Kampfpreis von $199.- ab anfangs 2018.
Auf der anderen Seite des Spektrums hat Facebook ein Update zum Projekt “Santa Cruz” durchblicken lassen: Diese Highend-Brille soll bei hoher Qualität jedoch ohne Computer (oder Smartphone) auskommen und auf ein sogenanntes “Inside-Out-Tracking” setzen. Das beudeutet, dass die Berechnung der Körperposition im Raum nicht von externen Sensoren erfolgt wie bei der HTC Vive, Oculus Rift oder PSVR, sondern von in der Brille verbauten Sensoren aus erfolgt. Die ermöglicht grösstmögliche Freiheiten für faszinierende Inhalte. Entwicklerversionen sollen ebenfalls 2018 auf den Markt kommen.
Zuckerberg unterstreicht damit die Relevanz von Virtual Reality für Facebook und hat zudem ein grosses Ziel bekannt gegeben: Facebook möchte eine Milliarde Menschen in die virtuelle Realität bringen. Die neue Hardware soll der Weg dazu sein. Eine Deadline haben sie sich keine gesetzt.
Bandara live in English
Kurze News in eigener Sache: seite heute ist unsere Webseite auch auf englisch verfügbar. Bloggen werden wir auf deutsch an der gewohnten Stelle.
KLM verteilt Cardboards in anderen Airlines
Die dänische Fluggestellschaft KLM hat als PR-Aktion gebrandete Cardboards an Passagiere von Konkurrenz-Airlines verteilt. Beschrieben mit “Do not disturb, pretending to fly KLM”, half das Cardboard zusammen mit der im Januar 2017 veröffentlichten KLM-App zu simulieren, wie es sich in einem KLM-Flug anfühlen würde.
Küchenplanung in VR mit Electrolux
Der Küchenbauer Electrolux Professional hat für seine Gastroküchen einen VR-Konfigurator entwickelt, in welchem man Küchen bereits vor dem Kauf konfigurieren und testen kann. Das spart nicht nur Zeit und Geld, sondern auch Geduld, weil auf diese Weise noch vor dem Bau Mängel wie beispielsweise zu wenig Arbeitsfläche erkannt werden. An der Schweizer Fachmesse igeho in Basel soll die VR-Applikation vorgestellt werden.
Oculus RIft bald auch kabellos dank TPCAST
Der Hersteller von kabellosen Adaptern TPCAST Wireless Technology hat angekündigt, eine Version ihrer Hardware für die Oculus Rift auf den Markt zu bringen. Eine Version für die HTC Vive ist bereits auf dem Markt und löst damit ein Komfort-Problem: die Kabelverbindung zum PC entfällt.