Die letzte Woche war geprägt von Hardware-Schlagzeilen: Das kalifornische Unternehmen Mira kündigte eine iPhone-basierte AR-Brille an und die Facebook-Tochter Oculus soll 2018 mit einer Standalone-VR-Brille für 200 US-Dollar auf den Markt kommen.

Oculus soll 2018 ein Standalone-Headset auf den Markt bringen

Gemäss einem Artikel von Bloomberg Technology will die Facebook-Tochter Oculus anfang 2018 eine VR-Brille veröffentlichen, die ohne Smartphone oder PC auskommt. Das Gerät mit dem Codenamen «Pacific» soll für 200 US-Dollar erhältlich sein. Ausserdem soll für die bereits veröffentlichte Oculus Rift bald das TPCast-System erscheinen, welches das Headset kabellos nutzbar macht.

Wird das Smartphone durch AR- und VR-Technologien ersetzt?

Der «Business Insider»-Autor Matt Weinberger prophezeit in einem aktuellen Artikel, dass das Smartphone schon bald von AR- und VR-Technologien ersetzt werden könnte. Er argumentiert, dass alle grösseren Techunternehmen (namentlich Facebook, Google, Microsoft, Amazon, Snapchat und Apple) an Soft- und Hardware arbeiten, welche zusammen mit smarten, voice-basierten Assistenten die Plattformen der Zukunft bilden sollten: «In the meantime, as we appreciate all the new hardware and software goodies coming out later this year, keep the perspective that everything we’re seeing now is the first salvo in a computing war that will rage for the next decade and beyond.»

Mira lanciert die AR-Brille «Prism»

Das amerikanische Unternehmen Mira hat eine AR-Brille mit dem Namen «Prism» vorgestellt. Ähnlich der VR-Brille «Daydream» von Google hat das Gerät keinen eigenen Screen verbaut, sondern funktioniert mit Smartphones – im Falle der «Prism» ist es vorerst das iPhone. Gemäss VRScout sind Vorbestellungen für Developer ab sofort möglich. Die «Prism» wird mit einem Handcontroller geliefert und kostet nur 99 US-Dollar.

Bekommt das iPhone einen 3D-Laser für AR?

Fast Company hat von einem Informanten erfahren, dass die nächste oder übernächste iPhone-Generation mit einem Lasersystem ausgestattet werden soll, das unter anderem eine bessere Tiefenerkennung für Augmented-Reality-Anwendungen ermöglichen soll.

Sechs VR-Experiences für die Emmys nominiert

Die Emmy Awards wurden zwar ursprünglich nur an TV-Produktionen vergeben, in den letzten Jahren wurden aber auch Kategorien für interaktive Formate eingeführt. Nachdem im letzten Jahr «Henry» von Oculus eine Trophäe einheimste, schafften es auch 2017 wieder mehrere VR-Produktionen auf die Shortlist: Die 360°-Videos zu Mr. Robot, Stranger Things und den Simpsons in der Kategorie «Outstanding Creative Achievement In Interactive Media Within A Scripted Program» und «Dear Angelica», «Mission: ISS» und «The People’s House» in der Kategorie «Outstanding Original Interactive Program».

Neue VR-Brille mit Multi-Plattform-Support

Die Entwickler von GameFace Labs haben gemäss engadget eine VR-Brille angekündigt, welche einerseits am PC angeschlossen werden kann und damit Oculus- und HTC Vive Titel abspielen kann. Andererseits kann das mit Positionstracking ausgestattete Gerät dank Android als Standalone-Brille verwendet werden und dabei Cardboard- und Daydream-Inhalte wiedergeben. Die Brille würde somit Zugang zu den ansonsten fragmentierten Inhalts-Plattformen erlauben.

Am HB Zürich gegen Stan Wawrinka Tennis spielen (in VR)

Der Mineralwasser-Hersteller evian organisiert am 29. Juli ein besonderes Tennis-Turnier am HB Zürich: am «Live young Open» Event kann man in VR gegen Stan Wawrinka antreten – dies im simulierten Center Court des US Open. Für den Gewinner winkt eine Reise nach New York, wie VR Room berichtet.

Mit der VR-Brille durch den Ärmelkanal

Weil die Zugfahrt durch den Ärmelkanal-Tunnel visuell nicht allzu spannend ist, hat sich Eurostar etwas einfallen lassen: Ab sofort werden in den Zügen VR-Brillen (wahrscheinlich Cardboards) verteilt, mit denen man im Ärmelkanal einen virtuellen Tauchgang machen kann. Die App «Eurostar Odyssey» steht für iOS und Android zur Verfügung.

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