Wenn über die Qualität von VR-Inhalten gesprochen wird, ist oft die Auflösung ein Thema. Der Flaschenhals sind dabei die Displays in der VR-Brille, welche heute selten mehr als ein Megapixel pro Auge bieten. Das wird sich bald ändern: Sowohl Samsung als auch Google arbeiten an hochauflösenden VR-Displays. Samsung hat sein neues Display sogar schon der Öffentlichkeit präsentiert.
Dass VR aber nicht nur in der Unterhaltung Fuss fasst, zeigen verschiedenste Anwendungen aus dem Retail- oder Trainingsbereich. Dies und weitere News in unserem Wochenrückblick:
Samsung stellt VR-Display mit hoher Pixeldichte vor (roadtovr.com)
An der Display Week 2017 hat Samsung ein neues Display vorgestellt, das in einer VR-Brille für jedes Auge 2’024 x 2’200 Pixel anzeigen kann – das sind 3.4 mal so viele wie die aktuellen Versionen der Oculus Rift und der HTC Vive. Das ergibt 858 Pixel pro Zoll, während es bei der Rift und der Vive 460 Pixel pro Zoll sind. Zudem schafft das neue Samsung-Display eine Bildwiederholrate von 90 Frames pro Sekunde.
Und auch von Google und Sharp sind bald neue VR-Displays zu erwarten: Die beiden Unternehmen sind eine Partnerschaft eingegangen, um hochauflösende Displays für Smartphones und VR-Geräte zu bauen. Damit auch die Versorgung der stark nachgefragten OLED Displays sichergestellt werden, die bis jetzt fast ausschliesslich von Samsung produziert werden.
HTC: Noch eine neue VR-Brille (vrnerds.de)
Nachdem Google und HTC im Rahmen der Entwicklerkonferenz I/O ein Daydream-Headset angekündigt haben, lanciert HTC nun noch eine VR-Brille: Die «Link» wird mit einem USB-C-Kabel mit dem neuen HTC 11 verbunden und soll – wie die angekündigte Daydream-Brille – über Inside-Out-Tracking verfügen. Aktuell sind weder ein Preis noch ein Releasedatum bekannt.
Flughafen Gatwick setzt auf AR für Passagier-Navigation (information-age.com)
Der Londoner Flughafen Gatwick hat rund 2000 Beacons installiert, welche mit einem AR-Tool genutzt werden können, um sich einfacher zu orientieren. Die Verantwortlichen setzen auf Beacons, weil die GPS-Signale in Gebäuden oft unzuverlässig funktionieren. Der zweitgrösste Flughafen der UK hat mit dem AR-System noch weitere Pläne, wie der Head of Commercial and Innovation Abhi Chacko verrät: “By providing the infrastructure, we’re opening the door for a wide range of tech savvy airport providers, including our airlines and retailers, to launch new real-time services that can help passengers find their way around the airport, avoid missing flights or receive timely offers that might save them money.”
VR lässt einen kranken Jungen zum Saturn fliegen (vrodo.de)
Die Make-A-Wish-Foundation machte den grossen Traum des 7-jährigen Zayden wahr und schickte ihn mit der Hilfe von Virtual Reality zum Saturn. Der Junge hat mehrere Herzfehler und musste bereits vier Operationen am offenen Herzen über sich ergehen lassen. Um seinen Wunsch zu erfüllen, wurde eine Raumfahrtsimulation für die HTC Vive entwickelt, die den Vorstellungen von Zayden entspricht. Ein Video dokumentiert die emotionale Reaktion des Jungen während seinem Raumflug.
Die US-Navy setzt auf VR in der Rekrutierung (usatoday.com)
Mit einer Virtual Reality Experience will die amerikanische Kriegsflotte neue Soldaten anlocken: Potentielle Kandidaten setzen sich in einem Truck eine Oculus Rift auf und tauchen damit in eine Geheimmission ein. Seit die VR Experience im Einsatz sei, habe sich die Zahl der Leads verdoppelt.
Flirten in VR (bild.de)
Das deutsche Unternehmen «SDC Ventures» entwickelt eine VR-Anwendung für Online-Dating. Partnersuchenden wählen einen Avatar und treffen sich dann mit Fremden in einer virtuellen Bar und kommunizieren mit ihrer echten Stimme über Mikrofon und Kopfhörer. Sind sich zwei Personen sympathisch, so können Kontaktdaten ausgetauscht werden. In Zukunft soll es möglich sein, den Avatar mit einem via Handy erstellten 3D-Scan von seinem eigenen Körper zu ersetzen.