Eine gewisse Skepsis war in den Reaktionen unserer Familien und Freunde spürbar, als wir von unseren Plänen für den Mai 2015 erzählten: Wir wollten nach Bali reisen und dort eine Geschäftsidee entwickeln. Auch wir waren alles andere als sicher, dass wir mit einem fertigen Businessplan zurückkehren würden. Aber wenn das Experiment scheitern würde, hätten wir zumindest schöne Ferien verbringen können.

Glücklicherweise scheiterte es nicht: Bei einem Workshop in Ubud diskutierten wir verschiedenste Ansätze – und waren alle begeistert von der Idee, das Thema Virtual Reality anzupacken. Die Idee für den Namen kam, als Urs mit dem Taxi den Weg zurück in die Schweiz antrat: auf einem Schild am Strassenrand stand «Bandara», das indonesische Wort für Flughafen. Klingt schön, dachten wir uns. Und macht auch als Metapher Sinn: Wie ein Flughafen ermöglicht auch Virtual Reality, überall hin zu gelangen. 

Bandara: VR-Research in Ubud
Research in einem Café in Ubud
Bandara-Workshop auf Bali
Erste inhaltliche Ideen: Was ist mit VR möglich?

Zurück in der Schweiz kauften wir uns eine VR-Brille, 14 GoPro-Kameras und ein 3D-gedrucktes Rig. Nach einer Reihe von gescheiterten Versuchen schafften wir es irgendwann, das erste selbstproduzierte 360°-Video mit unserer VR-Brille anzuschauen. Parallel dazu sprachen wir mit potenziellen Kunden und setzten eine Website auf. 

Im September war es dann soweit: Jung von Matt beauftragte uns, für die neue Cailler-Website eine Reihe von 360°-Videos zu produzieren. Unser erstes Kundenprojekt! Damit hatten wir auch einen Grund, Bandara zu einer GmbH zu machen.

Unsere erste Kamera für 360°-Videos
14 GoPros und ein 3D-gedrucktes Rig: Unser erstes System für 360°-Videos
Bandara VR GmbH Gründung
21. September 2015: Die Gründungsunterlagen gehen auf die Post

Seit dem Cailler-Projekt durften wir über 150 Kundenprojekte umsetzen. Zunächst waren es vorallem 360°-Videos, später kamen mehr und mehr auch interaktive VR- und AR-Projekte dazu. Um der Nachfrage gerecht zu werden, entschieden wir uns im Sommer 2017, einen Developer anzustellen – und fanden mit Daniel Gonçalves unseren ersten Mitarbeiter. Ganz nach dem Motto «inhaltlich innovativ, finanziell konservativ» warteten wir danach nochmal zwei Jahre, bis wir mit Tobias Baumann einen zweiten Developer anstellten. Und bauten uns dafür ein grosses Netzwerk an Freelancern und Partnerfirmen auf, die wir auf Projektbasis beiziehen.

Diese vorsichtige Vorgehensweise kommt uns jetzt zugute, da die Pandemie auch bei uns dazu geführt hat, dass Projekte auf Eis gelegt wurden. Gleichzeitig ergeben sich durch die Krise auch neue Chancen, da mehr und mehr Events in den virtuellen Raum verschoben werden und Augmented Reality beim Online-Shopping immer relevanter wird. 

Die Flughäfen sind zur Zeit zwar geschlossen, Bandara ist aber – verteilt auf fünf Home Offices – weiterhin am konzepten und entwickeln. Dass wir heute auf erfolgreiche fünf Jahre zurückschauen können, haben wir in erster Linie unseren Kunden und Partnern zu verdanken. Ein grosses Merci, dass ihr uns auf diesem Weg begleitet habt. Wir freuen uns darauf, bei einem grossen Apéro mit euch allen anzustossen, wenn das wieder möglich ist.

Bandara-Teamfoto
Das Bandara-Team: Tobias Baumann, Daniel Gremli, Urs Langenegger, Jonas Baer und Daniel Gonçalves (v.l.n.r.)

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