Wie es scheint, werden dieses Jahr Virtual-Reality-Brillen öfters unter dem Weihnachtsbaum anzutreffen sein: Am Black Friday und Cyber Monday waren die Oculus Quest, die Oculus Rift S und die Valve Index in einigen Shops ausverkauft. Und auch 2020 scheint ein gutes Jahr zu werden für VR und AR: Gemäss dem Marktforscher IDC steigen die Ausgaben für die beiden Technologien im Vergleich zu 2019 um fast 80 Prozent.
Oculus Quest und Rift S auf Amazon US ausverkauft
Die Aktionen am Black Friday und Cyber Monday haben dazu geführt, dass die beiden VR-Brillen Quest und Rift S von Oculus im amerikanischen Amazon-Shop mittlerweile ausverkauft sind. Die dritte Brille im Oculus-Lineup, die Oculus Go, war zwischenzeitlich sogar der Bestseller auf Amazon – noch vor Konsolen wie die Nintendo Switch. Auch die Valve Index scheint gut zu laufen, nachdem Valve eine VR-exklusive Version von Half-Life angekündigt hat: neue Bestellungen können erst nach Weihnachten ausgeliefert werden. In einer nicht repräsentativen Umfrage im Rahmen der Berichterstattung zur Ankündigung von «Half-Life: Alyx» gaben immerhin 19% der 7’000 Teilnehmer an, dass sie sich eine VR-Brille kaufen wollen.
Ausgaben für AR und VR sollen nächstes Jahr um 78,5 Prozent steigen
Der Marktforscher IDC prognostiziert, dass 2020 die globalen Ausgaben für AR und VR im Vergleich zu 2019 um 78.5 Prozent auf rund 18.8 Milliarden US-Dollar steigen. Dabei machen Anwendungen für Schulungen bereits 2.6 Milliarden aus.
Erstes virtuelles Krankenhaus in Deutschland
Die deutsche Uniklinik Essen will das erste virtuelle Krankenhaus entwickeln. Patienten können da sprechenden Ärzte-Avataren begegnen und so etwas über die bevorstehende Operation erfahren. Das soll den Patienten nicht nur die Angst nehmen, sondern auch dazu dienen, Mitarbeitende der Klinik auszubilden oder virtuelle Konferenzen abzuhalten. Das Projekt ist Teil des bis 2023 dauernden Bestrebung, die Klinik in ein «smart hospital» zu verwandeln.
Dem Winter-Blues mittels VR entkommen
Im englischen Kidderminster geht der 78-jährige Christopher Dale mit seiner Filmproduktionsfirma neue Wege: Er produziert 360°-Videos für ältere oder demente Menschen, um den Winterblues mit virtuellen Spaziergängen zu bekämpfen.
Virtual-Reality-Museum zeigt ikonische Ford-Modelle
Im australischen Geelong werden 2020 ikonische Ford-Modelle zum Leben erweckt. In Zusammenarbeit mit der Deakin University zielt das Projekt auch darauf, auf digitalem Wege die Erhaltung von Kulturgütern aufzuzeigen.
Google bringt Opernsänger mittels AR ins Wohnzimmer
Das Kreativlabor von Google hat mit dem «The Relightables»-System ein Verfahren entwickelt, mit welchem dank 90 Kameras und KI-Integration Menschen als 3D-Modell gescannt werden können. Nun hat das Team damit zusammen mit der Oper Queensland eine AR-Experience entwickelt, mit der man einen Opernsänger ins eigene Wohnzimmer bringt.
SpaceX bietet AR-App, um Raketenstart beizuwohnen
Mit der App «321 Launch» bietet SpaceX eine App an, in der man dank Augmented Reality den Raketenstart mitverfolgen kann.
Neue Facebook-KI erstellt aus Fotos 3D-Modelle
Facebook hat eine neue KI vorgestellt, welche anhand von Bildern 3D-Objekte erstellt. Im Beispiel ist ein Foto eines Sofas und eines Stuhls zu sehen, aus welchem die künstliche Intelligenz jeweils ein 3D-Modell der beiden Objekte erstellt. Das Verfahren soll in Zukunft nicht nur erlauben, die Navigation von Robotern zu verbessern, sondern auch Szenen und Objekte für AR und VR zu erkennen und generieren.
Fusion Arena eröffnet im Berner Wankdorf
Seit dem 27. November kann man auch in Bern die VR-Experiences der Fusion Arena ausprobieren. Die Fusion Arena öffnete ihre Pforten zuerst im Letzipark in Zürich und bietet kooperative VR-Experiences für bis zu 10 Spieler, die sich frei im Raum bewegen können.