Nach Spekulationen während den vergangenen Wochen ist es nun offiziell bestätigt: Das Mixed Reality Startup Magic Leap kriegt eine halbe Milliarde US-Dollar Finanzierung und hat damit bisher bereits Finanzspritzen von rund 2 Milliarden US-Dollar erhalten. Weitere Meldungen zu Mixed und Virtual Reality in unserem wöchentlichen Nachrichtenrückblick.
Mixed Reality Startup kriegt weitere 502 Mio. US-Dollar
Die nun vierte Finanzierungsrunde von Magic Leap wird durch ein Risikokapitalunternehmen aus Singapur angeführt. Google und Alibaba beteiligen sich ebenfalls erneut und bringen damit die bisherige Finanzierung des Startups auf eine Summe von rund 2 Mia. US-Dollar. Ziel von Magic Leap ist es noch dieses Jahr eine Entwicklerversion ihrer Mixed Reality Brille auf den Markt zu bringen. Nächstes Jahr sollte dann ein kommerzielles Produkt für den Endverbraucher verfügbar sein. Diese Technologie sollte gemäss Magic-Leap-Gründer Rony Abovitz mittelfristig das Smartphone ablösen. Ob der optimistische Zeitplan dieses Mal eingehalten werden kann, wird von Experten angezweifelt.
Mozilla arbeitet an Mixed Reality Browser Integration
Web-Browser sollen in Zukunft auch für Mixed Reality Hardware genutzt werden können, so das Ziel des Mozilla-Entwicklungsprogramms. Die Zusammenarbeit von Browser und Hardware, Frameworks sowie Tools soll dabei vereinfacht und standardisiert werden. Diese neuen Pläne folgen auf die Mitentwicklung von WebVR, welches VR-Inhalte in den Browser bringt – ohne App-Download.
Acer investiert weitere 5 Mio. US-Dollar in StarVR
StarVR ist bekannt für die Entwicklung der gleichnamigen High-End VR-Brille, welche eine 5K-Auflösung bietet zusammen mit einem breiten Sichtfeld. Nun hat das taiwanische Unternehmen Acer weitere 5 Mio. US-Dollar gesprochen, wodurch der Einsatz der VR-Brille schon bald in VR-Spielhallen, Vergnügungsparks und bei Geschäftskunden möglich werden sollte.
Target setzt auf AR Shopping
Der zweitgrößte Discounteinzelhändler der USA ermöglicht es seiner Kundschaft auf der mobilen Website Produkte mit dem Feature «See It In Your Space» anzuschauen. Damit kann die Smartphone Kamera zuhause genutzt werden, um Einrichtungsgegenstände wie Möbel virtuell im trauten Heim zu platzieren. Daraus wird ein Foto generiert, welches den Kaufentscheid vereinfachen soll. Target hat hier, im Gegensatz zu IKEA mit einer App bewusst auf Einfachheit gesetzt, da weder App noch spezifische Hardware erforderlich ist. Weitere Player mit Ankündigungen im Bereich AR-Shopping sind Wayfair, Chairish, Houzz und Housecraft.
Microsoft-Chef erläutert langfristige Vision im Bereich immersiver Technologien
Mit dem Launch der Windows Mixed Reality Version am 17. Oktober ermöglicht Microsoft die Nutzung immersive Technologien wie VR/AR über deren Betriebssystem Windows. Microsoft-Chef Satya Nadella sieht in Zukunft die Vermischung von virtueller und bekannter Realität. Zu diesem Zeitpunkt sollen «alle Arten von Computererfahrungen» über eine Brille transportiert werden. Dabei wird die noch weiterzuentwickelnde künstliche Intelligenz zentral, da es vorallem darum gehe aus Sicht des Endanwenders Zeit zu sparen. Solche intelligenten Assistenten benötigen jedoch sehr viel Rechenleistung, welche aktuell noch fehlt. Damit sind für Microsoft die drei Bereiche Mixed Reality, Künstliche Intelligenz und Quantencomputer Forschungsschwerpunkte um Alltag und Arbeit der Zukunft grundlegend zu verändern.