Bereits 2012 hat Google die «Google Glass» AR-Brille vorgestellt, die dann vor allem medienwirksame Ängste hinsichtlich Privatsphäre schürte. Die Brille wurde daraufhin vom Consumer-Markt genommen, wird aber seit Jahren erfolgreich als Enterprise Edition im B2B-Bereich eingesetzt. Mittlerweile arbeiten fast alle grösseren Techkonzerne an eigenen AR-Brillen – und nun will sich auch Google neu positionieren.
Google will neue Smartglasses öffentlich testen
Gemäss einem Blogpost von Google möchte der Konzern in Kürze eine neue Version von Smartglasses in der Öffentlichkeit testen. Augmented Reality eröffne neue Möglichkeiten, um mit der Welt um uns herum zu interagieren und so beispielsweise Wegbeschreibungen oder Echtzeit-Übersetzungen auf der Brille angezeigt zu bekommen. Weil die Erkenntnisse in einer Laborumgebung limitiert sind, startet der Konzern mit ausgewählten Mitarbeiter:innen und Testern eine Testphase in der Öffentlichkeit, wobei Google wohl aus dem kritischen Feedback der ersten Google Glass Lancierung 2012 gelernt hat und stark die Privatsphären-Bestrebungen betont.
Metaverse auf dem Time-Cover
Vor fast sieben Jahren (wir haben schon damals im Briefing berichtet) war Virtual Reality die Titelstory im Time Magazine – damals mit dem Oculus-Gründer Palmer Luckey auf dem Cover. Diese Woche ist das Metaverse die Titelstory – mit dem Subtitel «the next digital era will change everything».
Grösster Brillenhersteller setzt auf Smartglasses
Zum Konzern EssilorLuxottica gehören unter anderem die Brillenmarken Ray-Ban und Oakley. Nun hat das Unternehmen angekündigt, in Mailand ein Forschungszentrum für rund 100 Mitarbeitende zu eröffnen – Ziel ist die Erforschung und Entwicklung der nächsten Generation von smarten und vernetzten Brillen. EssilorLuxottica hat für Meta bereits die «Ray-Ban Stories» Brille entwickelt, die letztes Jahr auf den Markt kam.
Metaverse-Paper von McKinsey
Auch das Beratungsunternehmen McKinsey widmet dem Metaverse seine Aufmerksamkeit. Das Ergebnis ist ein rund 70-seitiger Report mit dem Titel «Value creation in the metaverse», welcher vor allem aufzeigt wie Unternehmen bereits (Mehr) Wert im Metaverse schaffen können. Interessant sind auch ein paar Kennzahlen aus dem Bericht. So sind 2021 rund 120 Milliarden US-Dollar an Investition ins Metaverse geflossen, fast 80% der Metaverse-User haben einen Einkauf getätigt und in den nächsten 5 Jahren könnten 15% der Unternehmensumsätze bereits im Metaverse generiert werden. Den kompletten Report gibt es hier.
Dubai will in den nächsten Jahren 40’000 Metaverse-Jobs schaffen
Der Kronprinz Scheich Hamdan bin Mohammed hat kürzlich die Metaverse-Strategie für Dubai vorgestellt. Die Stadt soll in den nächsten fünf Jahren zur regionalen Metaverse-Hauptstadt werden und im gleichen Zeitraum sollen 40’000 neue Stellen geschaffen werden – und zwar reale Berufe, die jedoch im Virtuellen ausgeführt werden. Diese virtuellen Jobs sollen im genannten Zeitraum schon einen hohen Beitrag zum Wirtschaftswachstum leisten.
Amerikanische Unis setzen auf VR-Klassenräume
Über eine Finanzierung durch Meta hat das Morehouse College in Atlanta unter dem Namen «Metaversity» eine virtuelle Abbildung seines Campus kreiert, in welchem Studierende von zuhause aus lernen können. Der Vorteil liegt laut CEO der Entwicklungsfirma auf der Hand: «In a metaversity, you are all together and you are in a classroom together where you can fist bump, you can work on projects together, you can break into small groups», so Grubbs. «A teacher can take a human heart out of a cadaver and hand it to another student. That is the bottom line. It is almost exactly like the brick-and-mortar classroom, only better.»
Duolingo wirbt im Metaverse
Die beliebte Sprachlern-App zeigt, wie Werbung im Metaverse aussehen kann: Auf Decentraland hat sich Duolingo eine Parzelle gekauft, wo eine übergrosse Version des Maskottchens, der Eule Duo, eine Push-Notification in die Luft hält. Diese Notifications sind in der Duolingo-Community berühmt-berüchtigt. Auf Roblox fördert Duolingo mehr als 20 von Fans entwickelte Spiele im eigenen virtuellen Hub. User können den Duolingo-Space erkunden, die Games ausprobieren und auch virtuelle Merch-Artikel kaufen, die mit Coins, die in den Spielen gewonnen werden können, bezahlt werden.
Erste Offshore-Arbeiter mittels VR zertifiziert
VinciVR and Siemens Gamesa Renewable Energy haben ein VR-Training entwickelt, um Mitarbeitende in Simulationen zu Windturbinen auszubilden. Nun wurden die ersten Arbeiter:innen in Massachusetts mit einem Zertifikat ausgezeichnet, das sie durch dieses VR-Training erlangt haben. Dies zeigt, dass ein Training in VR nahe an der Realität ist und darüber hinaus konnten auch Kosten gespart werden.