Eine aktuelle Studie von Deloitte und Snap bestätigt, was viele vermutet haben: Die Pandemie hat die Adaption von VR und AR beschleunigt. Wer auf den Zug aufspringen will, findet übrigens ab sofort eine passende Weiterbildung in der Schweiz: Zusammen mit der FH Graubünden hat Bandara ein XR-CAS entwickelt. Die wichtigsten Infos gibt’s im Interview mit der Studienleiterin Nathaly Tschanz.
Deloitte: Corona wird zum AR- und VR-Booster
Das Beratungsunternehmen Deloitte hat zusammen mit Snap eine internationale Studie zur Nutzung von AR durchgeführt und ist zum Resultat gekommen, dass Corona ein Beschleuniger für die Adaption der Technologie wurde. Die Forschenden resümieren, dass für Unternehmen ein grosses Potenzial in AR liegt: die Technologie führe zu 94 Prozent mehr Conversions und steigere die Consideration um 41%. Laut der Studie sollen die weltweiten Ausgaben für AR und VR von etwa 12 Milliarden Dollar in diesem Jahr bis rund 73 Milliarden Dollar im Jahr 2024 ansteigen.
Coinbase investiert in AR-NFTs
Die mittlerweile börsennotierte Krypto-Börse investiert in den derzeit angesagten NFT-Bereich, wo digitale Kunstwerke mittels Blockchain-Technologie zertifiziert und eindeutige Besitzverhältnisse geschafft werden können. Coinbase investiert in das Startup Anima, welches sich darauf spezialisiert, digitale Kunstwerke als NFTs mittels AR zugänglich zu machen. Das erste so versteigerte Kunstwerk war ein Astronaut, welchen man sich mittels AR in die Stube holen kann – und für welchen der Käufer 100’000 US-Dollar bezahlt hat.
Steuern wir die Apple AR-Brille mit Mikrogestiken?
Schon vor einiger Zeit wurde bekannt, dass Facebook an einem Eingabegerät fürs Handgelenk arbeitet, welches auch feine Gesten erkennt und so AR- und VR-Inhalte steuern kann. Nun deutet ein neues Patent darauf hin, dass auch Apple an einem solchen Steuerungsgerät für Mikrogestik arbeitet. Für die Apple Watch hat der Konzern bereits das «Assistive Touch» genannte Verfahren vorgestellt, mit welchem das Gerät durch Gesten und ohne Berührung gesteuert werden kann:
Facebook bringt bessere AR-Effekte für Instagram
Mit Spark AR ist es möglich, AR-Effekte für Facebook und Instagram zu entwickeln. Diese Entwicklerschnittstelle wurde nun erweitert. So können in Zukunft drei Bereiche von Personen separat verwendet werden, um AR-Effekte darauf zu projizieren: die gesamte Person, Haare und Haut. Bisher waren vor allem Effekte auf Gesichtern möglich. Ausserdem ist es nun möglich, innerhalb einer Szene bis zu fünf Bildmarker zu verwenden. Bisher waren Entwickler auf einen Marker beschränkt.
Unreal Engine 5 ist im Early Access und zeigt beeindruckende Demo
Epic Games nähert sich mit grossen Schritten der Fertigstellung der Unreal Engine 5 – einer 3D-Engine, die unter anderem auch für hochwerte VR-Experiences und Visualisierungen eingesetzt wird. Die neue Version 5 ist nun im Early Access, um bis zum Release anfangs 2022 Erfahrungen zu sammeln. Die Engine unterstützt den OpenXR-Standard und eine beeindruckende Tech-Demo zeigt, dass beeindruckende Szenen auch auf den neuen Konsolen möglich sind:
VR-Simulator gegen Angst vor dem Vorstellungsgespräch
Das britische Startup Bodyswaps hat eine VR-Applikation namens «Job Interview Simulator» entwickelt, welche sich vor allem an junge Erwachsene mit wenig Berufserfahrung richtet. In der VR-Experience können sie ortsunabhängig verschiedene Szenarien eines Vorstellungsgesprächs durchspielen, unterschiedliche Interviewtechniken kennenlernen und so auch die eigene Selbstdarstellung verbessern.