Dass VR und AR in der Ausbildung einen grossen Mehrwert bringen, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Diese Woche zeigen wir Cases, bei der die Technologien genutzt wurden, um den Umgang mit Patienten zu verbessern und die Suche nach Erdbebenopfern zu üben. Zudem gibt’s Hardware-News von HTC und ein Software-Update von Google, das mit Styling-Tipps aufwartet.

 

Neue HTC-VR-Brille bald erhältlich?

Anhand eines Freigabeantrags bei der amerikanischen Strahlenschutzbehörde FCC kann man davon ausgehen, dass HTC bald eine neue VR-Brille lanciert. Es wird spekuliert, ob es sich um eine neue Version der Vive Focus Plus handelt, oder aber ein schlankes Modell mit dem Arbeitstitel «Vive Proton» auf den Markt kommt. Letzteres wurde anfangs Jahr von HTC vorgestellt und hebt sich mit dem Skibrillen-Look von der Konkurrenz ab.

Bandara VR/AR Briefing – HTC Proton
Bildquelle: mixed.de

Google Lens erhält Styleberater und AR-Showroom

Die Kamerafunktion von Google kann nicht nur Texte in Echtzeit in andere Sprachen übersetzen, sondern wird auch im Shopping genutzt. Google Lens erlaubt es dabei beispielsweise einen Pullover zu fotografieren und ähnliche Modelle inkl. Shoppingmöglichkeiten anzuzeigen. Neu macht Google auch Styling-Vorschläge: Zu einem Pullover werden beispielsweise passende Hosen mit angezeigt. Als weiteres Feature soll Lens schon bald mit einem AR-Showroom ausgestattet werden. Damit soll es möglich werden, z.B. Autos in Farbe und Ausstattung zu konfigurieren und in Augmented Reality zu begutachten.

Tumoroperationen mit Virtual Reality verbessern

Die Universität Basel hat eine VR-Applikation entwickelt, welche es erlaubt, CT- und MRI-Daten aus Scans als dreidimensionale Modelle in VR zu betrachten. So kann der behandelnde Arzt den Patienten mit seiner gesamten Anatomie in VR analysieren und den Prozess der Operation sehr visuell und realistisch planen – auch deshalb, weil sich externe Experten in der VR-Applikation einklinken können. Die Software ist zurzeit an der Uniklinik Innsbruck im Einsatz.

Erdbeben-Training in VR

Das Urban Search and Rescue (USAR) Team wird jeweils in Erdbebengebiete entsandt, um nach Überlebenden zu suchen. Um diese Hochstress-Situationen möglichst realistisch zu trainieren, setzt USAR auf Virtual Reality. Darin werden Erdbeben-Szenarien simuliert und dank der Bewegungsfreiheit und Interaktion können Vorgehen und Handgriffe in sicherer Umgebung geübt werden.

Microsoft zeigt Forschung zur Haptik in VR

Um die Immersion in VR-Anwendungen zu erhöhen, müssen möglichst viele menschliche Sinne angesprochen werden. Bisher war es zwar möglich, mit Handschuhen auch Haptik zu simulieren, aber noch keine Trägheit oder Gewicht. Genau an diesem Problem arbeiten Forscher bei Microsoft. Sie haben das «PIVOT» System vorgestellt, welches vor allem das Werfen von Gegenständen simuliert:

Vaudoise lanciert AR-Filter mit Stan Wawrinka

Facebook und Instagram bieten die Möglichkeit, AR nicht nur für die Veränderung von Gesichtern zu nutzen, sondern auch für kleine Spiele für hohe Interaktion mit den Kunden. Die Vaudoise hat dieses Feature nun genutzt, um gegen Stan Wawrinka in einem virtuellen Match anzutreten, wobei man als Spieler den Tennisschläger mit seinem Kopf bewegt. Ähnlich hat auch unser Face Slalom für Davos Klosters funktioniert, bei dem man einen Skifahrer durch Kopfbewegungen steuert.

Trainieren mit Hologramm-Patienten

Um den Umgang mit Patienten möglichst realistisch zu trainieren, setzt der Hersteller GIGXR auf Hologramme von Patienten, welche in AR mittels HoloLens oder mobilem Gerät in die eigene Praxis platziert werden können. Es ist zudem möglich, einen Instruktor zuzuschalten, um auch in Zeiten einer Pandemie sehr effizient lernen zu können.

AR hilft, Hydranten zu finden

In Wien können Feuerwehrleute auf eine von der Gebäudeversicherung Kanton Zürich und ti&m entwickelte App zurückgreifen, um die Positionen von Hydranten in AR exakt und effizient zu lokalisieren.

HTC XR-Suite im Abo erhältlich

Bereits früher in diesem Jahr hat HTC die Vive XR Suite vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine Software mit fünf Funktionen: Museum, Social, Campus, Sessions und Sync. Diese Tools können auf VR-Brillen, aber auch PCs und mobilen Geräten genutzt werden kann, um kollaborativ zusammen zu arbeiten, lernen oder entdecken. Die XR-Suite ist nun in einem Abomodell verfügbar, die günstigste Variante schlägt mit 250 US Dollar pro Jahr und Nutzer zu Buche.

Cybershoes für Oculus Quest 2

Für die neue VR-Brille von Oculus erscheinen auch «Cybershoes» vom gleichnamigen Hersteller. Mit diesen an den Füssen montierten Geräten ist es möglich, an Ort und Stelle zu gehen, wobei sich dies als Bewegung in der virtuellen Umgebung überträgt. Dies erlaubt es, das Gefühl von völliger Bewegungsfreiheit zu vermitteln.

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