Bereits letzte Woche haben wir über eine ganze Reihe von Hardware-Innovationen berichtet, die im Rahmen der CES 2021 der Öffentlichkeit präsentiert wurden. Heute geht’s weiter mit weiteren Gadgets, die in der zweiten Hälfte der virtuellen Konferenz gezeigt wurden: Die neue AR-Brille von Rokid, die VR-Brille «Unai» und das AR-Display für Autos von Panasonic.
Rokid zeigt die «Vision 2»
Das Gerät kommt wie die HoloLens und die Magic Leap One mit einem Wellenleiterdisplay – sei aber leicht und faltbar wie eine herkömmliche Brille. Im Gegensatz zur HoloLens handelt es sich aber nicht um eine Standalone-Brille: Die Rokid Vision 2 wird via Kabel von einem Laptop oder Smartphone befeuert. Preis und Marktstart sind noch nicht bekannt.
Anzahl der VR-Nutzer nimmt rapide zu
Facebook hat kürzlich verkündet, dass die monatliche Zahl der Quest 2 Nutzer mittlerweile diejenigen der Quest 1 Nutzer überholt hat. Dies obwohl die neue Brille viel kürzer auf dem Markt ist und mit Lieferschwierigkeiten zu kämpfen hatte. Auch Steam vermeldet in einem Rückblick auf das Jahr 2020, rund 1.7 Millionen neue VR-Spieler gewonnen zu haben.
Panasonic zeigt AR-Hud fürs Auto
Im Rahmen der CES 2021 hat der Konzern ein System vorgestellt, welches KI-unterstützt Informationen mittels AR direkt auf die Windschutzscheibe bringt. Das soll nicht nur helfen, die Navigation zu erleichtern, sondern das System erkennt beispielsweise schlecht erkennbare Zebrastreifen und hebt diese farblich hervor. Stellt sich nur die Frage, wie lange diese Systeme nötig sind, bis die Fahrzeuge ohnehin selbst fahren.
Wallace & Gromit: AR-Experience als Gratis-App
Die bekannten Knetfiguren werden dank Augmented Reality in der eigenen Stube zum Leben erweckt. Lädt man sich die AR-App «Wallace & Gromit: The Big Fix Up» für Android oder iOS herunter, können die Figuren zuhause platziert und die Geschichte so in den eigenen vier Wänden erlebt werden. Dabei muss man tatkräftig anpacken, um als Partner von Wallace & Gromit die englische Stadt Bristol wieder aufzubauen.
Neue VR-Brille mit Fokus auf Social-VR
Die neue Brille «Unai» ist extra dafür ausgelegt, sich mit anderen Personen in der virtuellen Welt zu treffen. Nebst sieben Kameras für ein stabiles Tracking im Raum, hat die VR-Brille zwei Kameras verbaut, welche das eigene Gesicht tracken, um die Mimik der Nutzer auf deren Avatare zu übertragen. Eine externe Box übernimmt dabei das Rendering von realistischen Umgebungen. Verantwortlich für die neue Hardware ist ein kleines Team um die Erfinder Max Coutte und Gabriel Combe, welche auch die Open Source Brille «Relativity» entwickelt haben. Ein Preis für die neue Brille ist nicht bekannt, erscheinen soll sie frühestens 2022.
Oculus Quest 2 erhält Multi-User-Accounts
Bisher war es nicht möglich, sich mit verschiedenen Accounts auf einer Oculus Quest anzumelden – das heisst, man hatte stets nur die Inhalte auf der Brille, welche mit dem Account verbunden waren. Ab Februar kann man sich nicht nur mit mehreren Accounts auf einer Brille anmelden, sondern auch erworbene Apps mit anderen Usern auf der Brille zu teilen.
AR-Fitness mit Snapchat und SWEAT
Die Online-Fitness-Community SWEAT hat eine AR-Linse für Snapchat entwickelt, welche den Fitnesstrainer mittels Augmented Reality direkt nach Hause bringt. Gerade in Zeiten von Lockdowns soll die App nicht nur zum Schwitzen motivieren, sondern mittels im Raum vorgezeigten Übungen auch sicherstellen, dass die Bewegungen korrekt durchgeführt werden.
Ericsson beschreibt das Büro der Zukunft
In einem aktuellen Report «The dematerialized office» beschreibt der Technologiekonzern, wie das Arbeiten in Zukunft aussehen könnte, wenn Bildschirme und Tastaturen in Büros verschwinden und wir mittels XR digitale Inhalte nicht nur sehen und hören, sondern auch berühren, schmecken und riechen können: «Imagine a virtual workplace that automatically changes depending on what you need to do», steht im Report. «It might give you a big display when you are retouching a video, or a haptic keyboard and thesaurus for writing a report.» Ausserdem geht der Report auf Vorteile von Gehirn-Computer-Interfaces ein, wenn es darum geht, gemeinsam Entscheidungen zu fällen.
Fechten trainieren in VR
Verschiedene Sportverbände setzen mittlerweile auf VR-Trainings, um orts- und zeitunabhängig die Möglichkeit zu bieten, in realistischen Szenarien zu trainieren. Das österreichische Unternehmen Boxglass besetzt eine weitere Sportart: Fechten. In der VR-App «Fencer» lernen Neulinge die Grundlage des Sports. Zur App kann auch ein Degen mitbestellt werden, an welchen ein Controller befestigt werden kann. Das erlaubt es, den Degen auch in VR zu tracken.