Videokonferenzen waren gestern: Das finnische Unternehmen Varjo zeigt eine Zukunft, die dank «Reality Sharing» nahe an das Teleportieren herankommt. Dass wir mittels VR heute schon an andere Orte reisen können, zeigt eine VR-Experience im Verkehrshaus Schweiz, welche die Besucher aufs Matterhorn bringt.
Varjo stellt Plattform für «Reality Sharing» vor
Mit der «Varjo Reality Cloud» lassen sich Räume und Umgebungen per XR-Brille (Varjo XR-3) innert kürzester Zeit digitalisieren und mit andern VR-Nutzern teilen. Zuerst wird dafür mit dem in der Brille verbauten LiDAR-Sensor der Raum gescannt und anschliessend wird der gleiche Sensor genutzt, um Personen als Hologramm in Echtzeit in die 3D-Umgebung zu bringen. Eine Alpha-Version der Varjo Reality Cloud soll später in diesem Jahr zugänglich werden – das Video zeigt den aktuellen Stand der Entwicklung:
150 Millionen Dollar für VR-Startups
Die Entwickler der beliebten VR-App «VRChat» haben sich in einer neuen Finanzierungsrunde 80 Millionen US-Dollar gesichert. Auch Ultraleap, das haptische Lösungen für VR- und AR-Brillen entwickelt, darf sich über neues Kapital freuen: der chinesische Tech-Gigant Tencent investiert 50 Millionen USD. Auch die VR-Startups «Tripp» und «VR Education» konnten sich substanzielle Summen sichern: Tripp, das psychedelische VR-Trips ermöglicht, erhält 11 Millionen und VR Education, das edukative Anwendungen wie «Apollo 11 VR» oder «Titanic VR» entwickelt, erhält 10 Millionen.
Verkehrshaus: Virtuell das Matterhorn besteigen
Seit Kurzem ist es im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern möglich, das Matterhorn zu besteigen. Möglich macht dies eine VR-Installation von Red Bull, die richtigen Körpereinsatz abverlangt: Mit einer VR-Brille und einem PC-Rucksack ausgestattet klettert man eine Holzwand hoch, sieht jedoch ein realistisches Abbild des Matterhorns, welches mit einem 14’000 Quadratkilometer grossen 3D-Scan kopiert wurde.
Das Schweizer VR-Kino geht wieder auf Tour
Nach einem pandemiebedingten Unterbruch geht «We Are Cinema» ab dem 2. Juli wieder auf Tournee durch die Schweiz. Erste Station ist Altdorf im Kanton Uri. Ab sofort kommen neue 4K-Brillen von Pico zum Einsatz, welche für eine bessere Bildqualität sorgen werden als bei früheren Ausgaben. Weitere Locations und das Programm gibt’s auf der Website.
Facebook sichert sich Patente für AR-Cap und AR-Hut
Ein Patent mit dem Namen «Artificial Reality Hat» zeigt verschiedene Kopfbedeckungen, die mit einem Screen für die Darstellung von AR-Inhalten versehen sind. Die Idee ist, dass durch die Kombination der Brille mit der Kopfbedeckung zusätzliche Komponenten verbaut werden können, ohne die ganze Hardware in die Brille integrieren zu müssen. Berichte beleuchten auch, dass VR für Facebook ein grösserer Umsatztreiber ist als angenommen und etwa 3% des Umsatzes aus der VR-Sparte kommt. Zudem arbeiten rund 20% der Mitarbeitenden (also über 10’000 Menschen) in den AR- und VR-Abteilungen bei Facebook.
VR-Experiment soll Impfbereitschaft erhöhen
Das Virtual Learning Lab der Universität Kopenhagen hat eine Virtual-Reality-Simulation entwickelt, in der man sich durch eine virusinfizierte Menschenmenge im öffentlichen Raum bewegen muss. Die Teilnehmer am Experiment versetzen sich dabei in die Rolle einer älteren Person und müssen rot gekleideten Personen ausweichen, welche mit Covid infiziert sind. Mit dem Experiment solle den Teilnehmern der soziale Nutzen der Impfung kommuniziert werden, erklärte der Psychologie-Professor Robert Bohm: «Wir wissen aus ähnlichen Studien, dass nach einer solchen Virtual-Reality-Erfahrung die Impfbereitschaft der Menschen steigt».
Unity-CEO sieht AR- und VR-Brillen im 2030 als Mainstream
Der CEO von Unity, eine der grössten Spiele-Engines und Grundlage für sehr viele AR- und VR-Experiences, prophezeit, dass in den nächsten 10 Jahren AR- und VR-Brillen so verbreitet und alltäglich sein sollen wie Spielekonsolen heute.
Virtuelles E-Sport-Stadion startet bald
Der Entwickler Virtex aus London arbeitet an einem virtuellen Stadion namens «Virtex Stadium». Noch dieses Jahr startet die Beta-Phase dieses Projektes, in welchem vorläufig bis zu 200 Zuschauer auf einer virtuellen Tribüne E-Sports-Spielen beiwohnen können. Zwischen den Spielen können sich die Zuschauer in der Lobby treffen und austauschen – ganz wie im normalen Stadion.