Happy New Year! Wir wünschen Ihnen alles Gute für das neue Jahr. 2024 wird in Sachen Virtual und Augmented Reality einiges gehen – beispielsweise im Hardware-Bereich, wo die Apple Vision Pro auf den Markt kommen wird. Wir fassen zehn Trends zusammen.
1. Generative AI:
Auch im Jahr 2024 wird generative KI eine bedeutende Rolle im Bereich der erweiterten Realität (XR) einnehmen. Neben der Erstellung von Bildern und Texten konzentriert sich ihr Potenzial auch auf die Generierung von 3D-Umgebungen und -Elementen, was potenziell eine beschleunigte Prototypenentwicklung ermöglicht. AI bietet zudem spannende Anwendungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit Avataren (siehe auch Punkt 9).
2. Neue und bessere Hardware:
Die Hardware wird sich auch 2024 weiterentwickeln und die Geräte werden nicht nur leistungsfähiger, sondern vor allem auch komfortabler. Die XR-Wearables sind darauf ausgerichtet, unsere alltäglichen Abläufe zu optimieren und immersive Technologien zu einer zunehmend integrierten Komponente unserer vernetzten Welt zu machen. Apples Vision Pro steht hier wohl Anfang 2024 im Fokus, aber auch Bigscreen hat bereits 2023 mit dem Headset «Bigscreen Beyond» bewiesen, dass VR-Brillen klein und leistungsfähig sein können. Meta hat zudem vage angekündigt, im Verlaufe des Jahres 2024 eine sehr fortschrittliche AR-Brille vorzustellen, während auch Samsung und Google an XR-Hardware arbeiten, die 2024 das Licht der Welt erblicken soll.
3. Das Metaverse kommt (zurück):
Dieses Jahr wird der Metaverse-Trend (wieder) an Bedeutung gewinnen, indem miteinander verbundene virtuelle Räume entstehen, in denen Nutzer nahtlos zwischen verschiedenen XR-Erlebnissen wie Gaming und sozialen Interaktionen wechseln können.
Das Metaverse kann aber auch als digitaler Layer über unserer realen Welt betrachtet werden, der auch mittels AR an jedem Ort zugänglich gemacht wird (siehe auch Punkt 3). Auch das Metaverse profitiert dabei von Entwicklungen im AI-Bereich.
4. Cloud XR:
Diese Technologie ermöglicht hochwertige XR-Inhalte ohne leistungsstarke lokale Hardware. Das ist besonders bedeutsam für mobile AR-Erlebnisse und eröffnet neue Möglichkeiten für immersive Experiences unterwegs, ohne sich über Hardware-Einschränkungen Gedanken machen zu müssen. Wir sahen im Jahr 2023 bereits viele webbasierte, immersive Umsetzungen und auch Meta hat angekündigt, in diesem Jahr die Metaverse-Plattform «Meta Horizon» in den Browser zu bringen. Microsoft bietet einen Service zur Cloud-Berechnung von hochkomplexen 3D-Modellen, welche auf mobilen Geräten betrachtet werden können.
5. Digitale Zwillinge:
Digitale Zwillinge sind physische Objekte oder Orte, die digital nachbildet werden, was Potenzial für Architektur, Stadtplanung und in der Industrie birgt. Sie ermöglichen präzise Simulationen, verbesserte Designentscheidungen und realistische Modelle, indem sie XR nutzen, um reale Objekte digital abzubilden und mit Live-Daten zu verknüpfen. So können beispielsweise neue Verkehrskonzepte für Städte erarbeitet werden. In der Industrie können an Maschinen Nutzungs- und Wartungsdaten oder auch einzelne Komponenten digital sichtbar gemacht werden, um die Wartung zu vereinfachen.
6. Immersives Training und Ausbildung:
Wir werden im Jahr 2024 weiterhin sehen, dass XR im Bereich des Trainings, der Ausbildung und in der Prävention eine immer wichtigere Rolle in Unternehmen und Organisationen spielen wird. In virtuellen Trainings und Simulationen kann manlebensnahe Situationen erleben, ohne sich selbst in Gefahr zu begeben. Dies führt nicht nur zu besseren und nachhaltigeren Lernergebnissen, sondern kann auch Kosten für Unternehmen einsparen.
7. Immersive Retail:
Wir hatten bereits im 2022 beschrieben, wie AR im eCommerce Vorteile schaffen kann. Diese «virtual Try-Ons» werden auch dieses Jahr wichtig sein und wir könnten auch die Integration von XR-Technologien als Instore-Experiences sehen – beispielsweise in Form von «Magic Mirrors» um Kleider virtuell anzuprobieren oder in Form von immersiven Kundenerlebnissen im Store selbst.
8. Mixed Reality:
Bereits die im Herbst 2023 lancierte Meta Quest 3 war ganz auf Mixed Reality ausgelegt – also die Verschmelzung von Virtual Reality und Augmented Reality. Mit der Brille kann man ganz in virtuelle Umgebungen eintauchen, aber auch die reale Umgebung anzeigen und mit virtuellen Inhalten ergänzen. Die Apple Vision Pro geht genau in eine gleiche Richtung – wobei Apple bei seiner Brille von «Spatial Computing» spricht. Andere Anbieter werden nachziehen und weitere Mixed-Reality-Brillen auf den Markt bringen. Was natürlich wird auch die Entwicklercommunity motivieren wird, in diesem Bereich spannende Inhalte zu entwickeln.
9. Realistische Avatare mit «Natural Conversation»:
Bereits 2023 hat Lex Fridman in seinem Podcast gezeigt, wie realistisch Avatare (also digitale Repräsentationen von Menschen) aussehen können – und zwar im ersten Metaverse-Interview mit Mark Zuckerberg. Gerade im Zusammenhang mit Entwicklungen im KI-Bereich werden wir im Jahr 2024 hier grosse Fortschritte sehen. Wir werden wohl bereits im Jahr 2024 sehr natürliche Gespräche mit virtuellen Assistenten führen, sei es für Beratungsgespräche im Verkauf oder in Lernanwendungen. Es braucht in Zukunft also keine Prompts mehr für die Interaktion mit KI-Avataren, sondern unsere natürliche Sprache.
10. Haptik:
Neben dem Sehen und Hören in den immersiven Erlebnissen wird es in Zukunft auch essentiell sein, virtuelle Dinge zu fühlen. Dieses Jahr werden verschiedene Durchbrüche bei der Haptik erwartet. Haptische Technologie bereichert XR-Erlebnisse, indem sie durch Feedback den Tastsinn erweitert. Nutzer können den Rückstoss virtueller Waffen oder die Textur digitaler Objekte spüren. Dies macht XR-Erfahrungen immersiver und greifbarer, indem es das Gefühl vermittelt, wirklich präsent zu sein.
Haben Sie eine Idee für ein Projekt im Jahr 2024, um mit den Trends mitzuhalten? Dann kontaktieren Sie uns unter: info@bandara.ch